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Home » Manöver auf drei Meter Abstand alarmiert Experten
Digital

Manöver auf drei Meter Abstand alarmiert Experten

By zeit-heute.deMai 8, 20263 Mins Read
Manöver auf drei Meter Abstand alarmiert Experten
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Annäherung von Satelliten

Russland absolviert auffälliges Manöver im All


08.05.2026 – 13:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Illustration eines Satelliten im All (Symbolbild): Eine geplante Annäherung von Sonden gilt als technisch extrem anspruchsvoll. (Quelle: IMAGO/Sergio Bonilla/imago)

Ende April sind sich zwei russische Satelliten im niedrigen Erdorbit auffällig nah gekommen. Während Moskau schweigt, sind Experten sicher, dass das Manöver einen bestimmten Zweck hatte.

Zwei russische Satelliten haben sich am 28. April 2026 im Erdorbit mit mehreren gezielten Präzisionsmanövern auf rund drei Meter angenähert. Das US-Weltraum-Überwachungsunternehmen Comspoc dokumentierte den Vorgang anhand von Radardaten der Firma LeoLabs und schloss einen Zufall ausdrücklich aus, wie unter anderem die Seite space.com berichtet.

Demnach gehören die beteiligten Satelliten „Kosmos 2581“ und „Kosmos 2583“ zu einem Trio, das Russland im Februar 2025 mit einer Sojus-Rakete vom Kosmodrom Plessezk im Nordwesten des Landes ins All brachte. „Kosmos 2583“ habe mehrere Feinmanöver durchgeführt, um die enge Formation zu halten, heißt es.

Der dritte Satellit, „Kosmos 2582“, habe sich währenddessen weniger als 100 Kilometer entfernt befunden. „Kosmos 2583“ soll zudem einen Subsatelliten mit der Bezeichnung „Objekt F“ freigesetzt haben, der sich den anderen Satelliten angenähert habe, ohne selbst zu manövrieren.

Das Unternehmen Comspoc veröffentlichte seine Beobachtungen auf der Plattform X. Es hat nach eigenen Angaben seit mehreren Monaten wiederholt solche Manöver der drei Satelliten beobachtet. „Was auch immer Russland testet, es ist hoch entwickelt“, schreibt Comspoc.

Warum? Weil eine solche Annäherung bei 28.000 Kilometern pro Stunde als technisch extrem anspruchsvoll gilt. Das Manöver wird RPO genannt. Die Abkürzung steht für Rendezvous and Proximity Operations – Rendezvous- und Nahbereichsoperationen. Kleinste Abweichungen können bei diesen Geschwindigkeiten zur Kollision der Satelliten führen und gefährlichen Weltraumschrott erzeugen.

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Russland äußert sich indes nicht zu seinen Manövern. RPO-Fähigkeiten lassen sich zivil nutzen, etwa für Satellitenwartung, Betankung im Orbit oder Schrottbeseitigung, aber auch, um gegnerische Satelliten zu inspizieren, zu stören oder auszuschalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass russische „Kosmos“-Satelliten Aufmerksamkeit auf sich ziehen. „Kosmos 2542“ etwa näherte sich Beobachtern zufolge 2020 einem US-Aufklärungssatelliten.

Die USA haben Russland wiederholt vorgeworfen, sogenannte Inspektionssatelliten mit möglichen Anti-Satelliten-Fähigkeiten zu betreiben – Moskau wies das zurück. Ähnliche Manöver führten laut space.com auch amerikanische und chinesische Satelliten durch.

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