Stau droht
Verkehrsführung an Nürnbergs wichtigstem Knotenpunkt geändert
Aktualisiert am 07.05.2026 – 21:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Wegen einer neuen Baustelle werden mehrere Fahrspuren gesperrt – und das ausgerechnet am wichtigsten Knotenpunkt der Stadt.
Autofahrer in der Nürnberger Innenstadt müssen sich auf Stau einstellen. Am zentralen Verkehrsknotenpunkt Plärrer wurde am Donnerstag (30. April) die Verkehrsführung geändert. Grund dafür sind Bauarbeiten, wie der Energieversorger N-Ergie mitteilte.
Konkret wurden die drei Linksabbiegespuren gesperrt, über die Autofahrer aus Richtung Fürth bislang in Richtung Ludwigsstraße beziehungsweise Spittlertorgraben/Nordstadt abbiegen konnten. Damit ist die gesamte sogenannte „Plärrer-Insel“ nicht mehr befahrbar.
Als Ausweichlösung ist in der Straße Am Plärrer auf Höhe der Einmündung Steinbühler Straße eine Linksabbiegespur eingerichtet worden. Autofahrer müssen dort wenden, um anschließend weiter Richtung Norden zu gelangen, teilte die N-Ergie mit. Radfahrer und Fußgänger können den Plärrer dagegen weiterhin wie gewohnt überqueren.
Grund für die Baustelle ist, dass unterhalb des Plärrers neue Hochspannungskabel verlegt werden müssen. Dafür wird laut N-Ergie in der bisherigen Überfahrt über die „Plärrer-Insel“ eine Baugrube ausgehoben.
Von dieser aus werden die neuen Leitungen 12 bis 16 Meter tief unter der Erde verlegt. Ein Strang soll unterirdisch bis in die Südliche Fürther Straße führen – der andere in die Gostenhofer Hauptstraße. Damit nicht der komplette Plärrer für den Verkehr gesperrt werden muss, kommt ein sogenanntes „bergmännisches Vortriebsverfahren“ zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Kabel in Tunneln verlegt werden. Lediglich an deren Anfang und Ende werden Baugruben ausgehoben.
Die Bauarbeiten seien notwendig, um das Stromnetz in Nürnberg für die Energiewende zu ertüchtigen, heißt es in der Pressemitteilung. Am Plärrer stehen bald noch weitere Arbeiten an. Ab 2027 soll der zentrale Verkehrsknotenpunkt komplett umgebaut werden. Insgesamt investiert die Stadt 67,5 Millionen Euro – um den Plärrer bis 2029 grüner und barrierefrei zu machen.












