„Sind wieder ein Paar“
Fabians Vater löst mit Aussage Paukenschlag aus
Aktualisiert am 05.05.2026 – 19:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Paukenschlag im Prozess um den Mordfall Fabian aus Güstrow: Fabians Vater löst mit einer Aussage zu seiner Beziehung eine Überraschung aus.
Im Mordfall Fabian hat sich der Vater von Fabian, Matthias R., zum jetzigen Stand seiner Beziehung mit der Angeklagten Gina H. geäußert. „Wir sind wieder ein Paar“, sagte R. am dritten Prozesstag vor dem Landgericht Rostock auf eine entsprechende Frage des Vorsitzenden Richters Holger Schütt. „Das hat sich im Gefängnis im Januar ergeben.“ Weiter sagte er zur Angeklagten: „Ich stehe offen und ehrlich hinter ihr.“
Mordfall Fabian: Vater glaube nicht an Schuld von Gina H.
Während des Prozesses am Dienstag stellte R. die Schuld der Angeklagten mehrfach infrage. So wurde etwa der Suchverlauf vom Google-Konto der Angeklagten präsentiert. Demnach wurde nach „Fressen Wildschweine tote Menschen?“ gesucht. R. erklärte, das Handy könne gehackt worden sein. Diese Vermutung habe auch Gina H. geäußert.
Gina H. und Fabians Vater waren bis zu ihrer vorläufigen Trennung im August 2025 rund vier Jahre lang ein Paar. Nach dem Tod des Jungen am 10. Oktober 2025 näherten sich die beiden wieder an.
Noch am Tag der Tat befanden sich die Angeklagte und Fabians Vater in regem Chat-Austausch. Mehrfach fragte H. nach, was R. belaste. Er habe sich nichts dabei gedacht, sagte der Vater im Verfahren zu dem Verhalten seiner Ex-Freundin. Noch bevor R. Gina H. Bescheid gegeben hatte, dass Fabian vermisst werde, wurden von Gina H.s Handy Google-Anfragen nach „Vermisste Person Güstrow“ gesendet. Außerdem zeichnete eine Überwachungskamera den orangen Wagen der Angeklagten nur rund 100 Meter von Fabians Wohnung in Güstrow entfernt auf – zu dem Zeitpunkt, als sich Fabians Handy zum letzten Mal aktivierte. Der Junge ließ das Handy nach den Ermittlungsergebnissen zu Hause zurück.
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die 30-Jährige den Achtjährigen am 10. Oktober vormittags mit ihrem Wagen abholte, mit ihm zu einem Tümpel nach Klein Upahl gefahren und ihn dort mittels sechs Messerstichen getötet hat, um die Beziehung zu Matthias R. zu retten. Für Gina H. gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.












