Was demnächst droht
Sex im Tuk-Tuk: Thailand will härter gegen Touristen vorgehen
Aktualisiert am 06.05.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei Ausländer werden beim Oralsex in einer Rikscha erwischt. Für Thailands Behörden ist das kein Kavaliersdelikt.
Nach wiederholten Beschwerden über sexuelle Handlungen von Touristen in der Öffentlichkeit will Thailand aus Sorge um seinen Ruf fortan härter gegen „unangemessenes Benehmen“ vorgehen. Solche Vergehen, zu denen auch illegaler Drogenkonsum gehörten, würden eine Strafverfolgung nach sich ziehen, da sie der „schönen Kultur Thailands widersprechen“, teilte Regierungschef Anutin Charnvirakul am Mittwoch mit. Auch Polizeikontrollen in Vergnügungslokalen würden verschärft.
Die Ankündigung kommt, nachdem am Montagabend ein Spanier und eine Peruanerin auf der bei Touristen beliebten Insel Phuket beim Oralsex in einer Autorikscha erwischt worden waren. Ihnen droht die Ausweisung.
Lokalen Medien zufolge waren schon im Februar zwei französische Paare ausgewiesen worden, nachdem im Internet Aufnahmen davon kursiert waren, wie sie ebenfalls auf Phuket in der Öffentlichkeit Geschlechtsverkehr hatten. Die Aufnahmen zeigten das Paar beim Verkehr am Strand und ebenfalls in einer Tuk-Tuk genannten Rikscha.
Ungeachtet seines Rufs als bevorzugtes Ziel von Sex-Touristen, ist Thailand eher konservativ geprägt. Öffentliche Nacktheit oder Geschlechtsverkehr können mit einer Strafe von bis zu 5.000 Baht (etwa 130 Euro) bestraft werden.
Tourismus ist ein wichtiges Standbein für Thailands Wirtschaft, bislang hat er indes noch nicht wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht. In diesem Jahr wird mit etwa 33,5 Millionen Besuchern gerechnet, das sind zwar mehr als im Vorjahr, aber auch zwei Millionen weniger als zuvor erwartet. Grund ist insbesondere der Iran-Krieg.












