Zug wird evakuiert
ICE prallt gegen gerissene Oberleitung – Passagiere in Gefahr
Aktualisiert am 01.05.2026 – 16:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Oberleitung in Norddeutschland reißt, ein ICE bleibt stehen. 460 Personen sitzen fest, der Bahnverkehr ist deutlich beeinträchtigt.
Bei Bardowick nahe Lüneburg ist ein ICE am Mittag gegen eine gerissene Oberleitung geprallt. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, sitzen derzeit etwa 460 Reisende in dem Zug auf dem Weg nach München fest. Aufgrund der Oberleitungsspannung von etwa 15.000 Volt bestehe potenziell Lebensgefahr, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Man plane derzeit eine Evakuierung über einen anderen Zug.
Laut Berichten der „Landeszeitung“ und der „Bild“-Zeitung hatte der Lokführer des ICE 589 eine Vollbremsung rund 500 Meter nordwestlich des Bahnhofs Bardowick vollführt. Der Vorfall verursacht aktuell auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin längere Fahrzeiten und Verspätungen. Züge werden über Hannover umgeleitet.
Auch die Linien RE3 und RB31 der Metronom-Regionalzüge sind von dem Oberleitungsschaden betroffen. Hier komme es auf der Strecke zwischen Hamburg-Lüneburg-Uelzen aktuell zu massiven Verspätungen und Teilausfällen, teilte das Verkehrsunternehmen auf seiner Webseite mit. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.
Wie lange die Evakuierung noch dauert, sei bislang unklar, so der Bundespolizeisprecher. Auch die Ursache für den Oberleitungsschaden ist bislang unbekannt. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren.











