Neue Details bekannt
Razzia auf dem Kiez: Behörden wussten früh von Missständen
30.04.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 1 Min.
Kontrolleure fanden in Unterkünften auf St. Pauli gravierende Mängel und Sicherheitsrisiken. Jetzt geraten Eigentümer und Betreiber ins Visier der Ermittler.
In den betroffenen Immobilien lebten überwiegend Familien mit Kindern, aber auch alleinstehende Personen, wie das Bezirksamt Hamburg-Mitte auf Anfrage erklärte. Einige von ihnen wohnten erst seit wenigen Monaten dort, andere bereits bis zu einem Jahr.
Schwere Mängel bei Kontrolle auf St. Pauli festgestellt
Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte erhebliche Missstände fest: In zwei Gebäuden fehlten unter anderem Kochmöglichkeiten und Waschmaschinen. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte offene Stromleitungen. Auch der Brandschutz war unzureichend: Es gab keine Rauchmelder und keine geeigneten Fluchtwege.
Nach der Nutzungsuntersagung der Gebäude an der Reeperbahn organisierte der Betreiber am Tag des Einsatzes eine anderweitige Unterbringung der Bewohner, wie das Bezirksamt mitteilte. Wo genau die Menschen untergebracht wurden, blieb zunächst unklar.
Die Maßnahmen richten sich nach Angaben des Bezirksamts gegen die Eigentümer der Gebäude sowie im Fall des Hauses am Hamburger Berg auch gegen den Hauptmieter, der dort ein Hotel betreibt. Dort prüfen die Behörden zudem den Verdacht einer unzulässigen Nutzung zu Beherbergungszwecken.
Das Jobcenter wertet die Erkenntnisse aus dem Einsatz derzeit aus. Angaben zu möglichen finanziellen Konsequenzen oder Rückforderungen konnte die Behörde aus diesem Grund zunächst nicht machen.











