Bereits zuvor war es zu Spannungen zwischen Lehmann und beteiligten Behörden gekommen. Am Folgetag wurde ihm mit dem Ausschluss vom Einsatz gedroht. Lehmann reiste daraufhin ab und tauchte später selbst unter – auf eine „Mission“, wie der von ihm geführte Verein Mission Erde bekanntgab.
Später bekräftigte er seine Sicht der Dinge mit einem millionenfach geklickten YouTube-Video: Lehmann wirft den Verantwortlichen vor, beim Rettungseinsatz zu zögerlich und fehlerhaft gehandelt zu haben. Er selbst habe eine erneute Strandung des Wals verhindert, der sich befreit hatte.
Auch der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, warf Lehmann wiederholte Fehleinschätzungen während der Rettungsaktion vor. t-online sagte er, Lehmann habe durch sein selbstbewusstes Auftreten großen Einfluss auf Entscheidungen vor Ort gewonnen, obwohl seine Prognosen aus Sicht des Bürgermeisters häufig nicht zutrafen.
„Egal, was er gemacht hat, es ging in die Hose“, so Partheil-Böhnke. Dennoch sei es Lehmann gelungen, andere Beteiligte von seinen Einschätzungen zu überzeugen und das Vorgehen mitzuprägen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Doch in derselben Nacht konnte sich der Wal zwischenzeitlich selbst befreien und schwamm zurück in tiefere Bereiche. Wenige Tage darauf strandete er jedoch erneut – seitdem liegt das Tier wieder – nun in der Wismarer Bucht vor der Insel Poel.
Inzwischen läuft ein erneuter Rettungsversuch, der nicht mehr allein von Behörden getragen wird: Eine private Initiative arbeitet daran, den geschwächten Wal mit aufwendiger Technik in die Nordsee zu transportieren. Am Dienstag läuft ein neuer Rettungsversuch.












