Nach Rücktritt von Wedl-Wilson
Dieser Mann könnte der neue Kultursenator werden
28.04.2026 – 07:46 UhrLesedauer: 1 Min.
Der frühere Justizsenator Thomas Heilmann soll als Favorit für die Nachfolge von Sarah Wedl-Wilson gelten. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Thomas Heilmann (CDU) soll neuer Berliner Kultursenator werden. Nach übereinstimmenden Informationen von Tagesspiegel und rbb gilt der 61-Jährige als Favorit für die Nachfolge von Sarah Wedl-Wilson. Regierender Bürgermeister Kai Wegner äußerte sich bislang nicht öffentlich zur Nachfolge — er sei in seiner CDU in guten Gesprächen mit Kandidatinnen und Kandidaten, sagte er dem rbb.
Wedl-Wilson hatte Wegner um ihre Entlassung gebeten, nachdem der Berliner Landesrechnungshof das Zuwendungsverfahren der Kulturverwaltung für Antisemitismus-Fördermittel als „evident rechtswidrig“ eingestuft hatte. Die Prüfer stellten fest, dass die Kulturverwaltung bei der Vergabe von 2,6 Millionen Euro für 13 Projekte gegen die Landeshaushaltsordnung verstoßen habe. Wegner vollzog die Entlassung.
Heilmann war von 2012 bis 2016 Berliner Justizsenator in einer rot-schwarzen Koalition. Anschließend gehörte er acht Jahre dem Bundestag an, zuletzt als Vorsitzender der Berliner CDU-Landesgruppe. Bei der vergangenen Bundestagswahl verzichtete er auf einen aussichtsreichen Listenplatz und schied aus dem Parlament aus.
Sollte Heilmann ernannt werden, wäre er der dritte Kultursenator dieser Legislaturperiode. Sein Vorgänger Joe Chialo hatte das Amt niedergelegt und seinen Schritt mit der massiven Kritik an den Haushaltskürzungen im Kulturbereich begründet. Wedl-Wilson war daraufhin von der Kulturstaatssekretärin zur Senatorin aufgestiegen.
Laut Tagesspiegel soll zudem der haushaltspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Goiny, von seinem Amt zurücktreten. Goiny habe intern auf die Vergabe der Fördermittel gedrängt. Eine Bestätigung liegt nicht vor.












