„Wollte Exotendasein loswerden“
Ex-Nationalspielerin schnitt sich Haare kurz, um dazuzugehören
28.04.2026 – 12:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Heute ist Julia Šimić viermalige Pokalsiegerin und Deutsche Meisterin. Als Kind spielte sie mit Jungen in einer Mannschaft. Die Zeit war nicht immer leicht.
Die frühere deutsche Nationalspielerin Julia Šimić hat sich als Kind die Haare kurz schneiden lassen. „Einfach, weil ich das loswerden wollte, dieses Exotendasein“, erklärte die 36-Jährige in der Sky-Sendung „Meine Geschichte“ mit Riccardo Basile. Šimić spielte in jungen Jahren überwiegend mit älteren Jungen zusammen. Ihr Ziel: weniger aufzufallen und leichter akzeptiert zu werden.
„Als ich dann so aussah wie ein Junge, so für eineinhalb Jahre, war mein Leben ein bisschen leichter“, erklärte Šimić, die in ihrer aktiven Karriere unter anderem für den FC Bayern und VfL Wolfsburg in der Bundesliga auflief. „Ich wollte einfach dazugehören.“ Ob sie lieber ein Junge gewesen wäre? „Ja, das war die Zeit“, entgegnete Šimić, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr nur mit Jungs zusammengespielt habe.
Die „Erschwernisse“ mit Blick auf die verschiedenen Kabinen und notwendige Begleitung ihrer Eltern bei Trainingslagern oder Abschlussfahrten wollte sie „einfach mit einem Haarschnitt lösen“.
Heute arbeitet die 36-Jährige als Expertin für den Pay-TV-Sender Sky und analysiert Spiele gemeinsam mit Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Neben ihren Erfahrungen als junge Spielerin sprach Šimić auch über ihre heutige Tätigkeit vor der Kamera.
Sie betonte: „Ich habe keine Angst vor einem Gesprächsgast. Der einzige war mal Oliver Kahn, wo ich gesagt habe: Jetzt höre ich so ein bisschen meinen Herzschlag.“ Neben ihrer Arbeit bei Sky ist Šimić Assistentin des Schweizer Frauen-Nationalteams, war zuvor Cheftrainerin der U20 der SG Eintracht Frankfurt.











