„Hatten über frühzeitige Verlängerung diskutiert“
Deutscher Trainer von Entlassung überrascht
Aktualisiert am 28.04.2026 – 13:24 UhrLesedauer: 1 Min.
Domenico Tedesco und Fenerbahçe waren Mitte des Monats nach einer Siegesserie mitten im Titelrennen. Zwei Wochen später ist Tedesco gefeuert – zu seiner eigenen Verwunderung.
Sein Aus als Cheftrainer von Fenerbahçe hat Domenico Tedesco kalt erwischt. Laut eigener Aussage stand etwas anderes zwischen dem deutschen Coach und dem türkischen Topklub im Raum: „Wir hatten gerade erst über eine frühzeitige Vertragsverlängerung diskutiert“, sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer der Deutschen Presse-Agentur. „Nun gehen wir nach der zweiten Liga-Niederlage in dieser Saison getrennte Wege.“
Nach 29 Spielen war Fenerbahçe noch Zweiter gewesen. Angesichts dessen, dass Tedesco die „Kanarienvögel“ erst nach vier Spieltagen und mit fünf Punkten Rückstand auf Erzrivale Galatasaray übernommen hatte, war die Bilanz des 40-Jährigen eigentlich erfolgreich. Doch das Unentschieden gegen Rizespor und die Niederlage gegen Galatasaray waren offenbar für die Klub-Oberen Grund genug, den Trainer zu feuern. Das Derby ging am Sonntag mit 0:3 verloren.
Die Meisterschaft ist damit aufgrund von sieben Punkten Vorsprung Galatasarays so gut wie entschieden. Insgesamt stand der deutsche Coach in 45 Pflichtspielen an der Seitenlinie des 19-maligen türkischen Meisters. Das Stadtderby war sein letztes.
„Das zeigt wieder einmal, wie schnelllebig der Fußball geworden ist“, sagte Tedesco. „Als ich anfing, lautete die Zielsetzung, gemeinsam etwas aufzubauen, was auch nachhaltig ist. Wir wollten die Dinge zusammen etwas anders angehen als in der Vergangenheit vielleicht üblich.“
Wie es für Tedesco weitergeht, ist unklar. Vor seiner Station in Istanbul war er Nationaltrainer Belgiens, hatte zudem RB Leipzig, Spartak Moskau, Schalke 04 und Erzgebirge Aue trainiert.












