Waldrama im Newsblog
Taucher legen Tücher auf Tier – Retter erheben Vorwürfe
Aktualisiert am 18.04.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Rettung von Buckelwal Timmy geht in die nächste Runde. Taucher sind inzwischen in Kirchdorf eingetroffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Am Mittwoch hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus überraschend grünes Licht für eine neue Rettungsaktion des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals gegeben. Die neue Aktion wird von privaten Geldgebern finanziert – und sieht vor, den Meeressäuger mithilfe von Schwimmkörpern in die Nordsee zu bringen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace glaubt nicht an den Erfolg der Aktion.
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Helfer kümmern sich wohl um Timmys Haut
11.45 Uhr: Es sind aktuell Helfer bei Buckelwal Timmy im Wasser – und legen erneut weiße Tücher auf dem Rücken des Tieres aus. Wie die „Bild“ berichtete, sind die Tücher mit Zinksalbe bestrichen. So soll demnach die rissige Haut des Meerestieres geheilt werden.
Schwimminsel nah bei Buckelwal
11.29 Uhr: Die Ponton-Insel ist inzwischen sehr nah an dem gestrandeten Buckelwal. Mehrere Helfer sind auf der Schwimminsel, auch der Bagger war zwischenzeitlich in Betrieb.
Bagger bei Timmy im Wasser
11.16 Uhr: Eine Schwimminsel aus mehreren Pontons ankert etwa 200 Meter entfernt von dem gestrandeten Buckelwal im Wasser. Wie auf Videoaufnahmen in Livestreams zu erkennen ist, steht unter anderem ein Bagger auf der Schwimminsel – wohl, um später eine Fahrrinne auszuheben. Zudem gibt es auf den Pontons eine Toilette für die Helfer und andere Ausrüstungsgegenstände.
Schwere Vorwürfe gegen Behörden: „Ständig neue Steine in den Weg“
10.41 Uhr: Die Initiative zur Rettung des gestrandeten Buckelwals erhebt erneut Vorwürfe gegen die Behörden: Die Rettung würde sich wegen der staatlichen Institutionen immer wieder verzögern, erklärte Millionärin Karin Walter-Mommert der Nachrichtenagentur AFP. Den Helfern würden „ständig neue Steine in den Weg gelegt“.
Da die Initiative für jeden Schritt eine Genehmigung bräuchte, ginge kostbare Zeit verloren. Walter-Mommert sagte: „Es ist sehr, sehr beschwerlich.“
DLRG sticht in See
10.23 Uhr: Die Taucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sind mit Schlauchbooten in See gestochen – und warten jetzt auf ihren Einsatz.
Rettungsschwimmer unterstützen Wal-Helfer
10.03 Uhr: Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist inzwischen am Hafen von Kirchdorf eingetroffen. Mehrere Taucher der DLRG bereiten sich aktuell auf einen Einsatz vor. Wie die „Bild“-Zeitung schreibt, sollen sie vor allem die Walretter sichern und unterstützen. Insgesamt sei der DLRG mit sechs Boten anwesend.
„Die Kosten entscheidet allein der Wal und nicht wir“
8.34 Uhr: Die beiden Finanziers der Walrettung Walter Gunz und Karin Walter-Mommert habe sich im Gespräch mit „Bild“ zu der Aktion geäußert. Die Millionärin Walter-Mommert erklärte, dass sich die Aktion nicht komplett durchplanen ließe. Sie fügte hinzu: „Die Kosten entscheidet allein der Wal und nicht wir.“ Wie sie erklärte, hat Deutschland durch das Geschehen um Timmy inzwischen ein Wal-Trauma. Sie wolle dem hilflosen Tier helfen.











