Nach Sieg bei Flandern-Rundfahrt
Bahnschranken-Verstoß: Rad-Star droht Führerscheinentzug
06.04.2026 – 11:35 UhrLesedauer: 1 Min.
Tadej Pogačar und weitere Radprofis überquerten beim Klassiker in Wichelen trotz rotem Warnlicht eine Bahnschranke. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Radsport-Star Tadej Pogačar vom Team Emirates hat die Flandern-Rundfahrt gewonnen – doch das Rennen hat ein rechtliches Nachspiel. Er und weitere Profis, darunter Olympiasieger Remco Evenepoel, sind im belgischen Wichelen trotz rotem Warnlicht über eine Bahnschranke gefahren. Die Staatsanwaltschaft Ostflandern hat Ermittlungen eingeleitet.
Der Vorfall ereignete sich nach etwa 65 der insgesamt 278 Kilometer. Medienberichten zufolge drohen den betroffenen Fahrern ein Führerscheinentzug von mindestens acht Tagen sowie eine Geldstrafe zwischen 400 und 5.000 Euro. Möglicherweise müssen Pogačar und weitere Beteiligte sogar persönlich vor Gericht erscheinen.
Das Reglement des Radsport-Weltverbands UCI schreibt vor, dass Fahrer an Bahnübergängen bei rotem Warnlicht anhalten müssen. Im schlimmsten Fall droht eine Disqualifikation – die gilt hier als unwahrscheinlich, da eine Vielzahl von Fahrern betroffen wäre.
Die belgische Bahn äußerte sich kritisch zum Verhalten der Fahrer. Sprecher Frédéric Petit sagte: „Die Regeln sind klar: Bei Rot muss man anhalten. Das gilt auch für ein Radrennen.“ Und weiter: „Eineinhalb Millionen Flamen haben das Rennen geschaut. Es ist natürlich ein sehr schlechtes Beispiel, wenn Radfahrer ein solches Signal ignorieren, zumal wir zahlreiche Aufklärungskampagnen zum Thema Sicherheit an Bahnübergängen durchführen.“












