Drohnen auch für die Ukraine
Autobauer steigt in die Rüstungsproduktion ein
01.04.2026 – 19:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Renault steigt in die Produktion von Militärfahrzeugen ein. Für den französischen Autobauer ist es nicht der erste Ausflug ins Rüstungsgeschäft.
Der französische Autobauer Renault steigt nach eigenen Angaben in die Produktion von Militärfahrzeugen ein. Gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Arquus wolle der Konzern im Rahmen eines Forschungsprojekts autonome, unbemannte Fahrzeuge sowie Roboter für militärische, aber auch zivile Zwecke entwickeln. Bereits im vergangenen Jahr hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Unternehmen dazu aufgerufen, sich für eine „Kriegswirtschaft“ zu öffnen.
Das geplante Fahrzeug soll bereits im Juni auf einer Rüstungsmesse in Paris vorgestellt werden und laut einem Bericht der Zeitung „Le Figaro“ „etwa die Dimensionen eines Kleinwagens“ haben. Schon im Februar hatte Renault zudem angekündigt, gemeinsam mit dem Rüstungsunternehmen Turgis Gaillard beim Bau von Luftdrohnen zu kooperieren.
Diese sollen laut einer Pressemitteilung des Konzerns verschiedene militärische Aufgaben erfüllen können, etwa als Träger „ferngesteuerter Langstrecken-Munition“ oder als Beobachtungs- und Überwachungsdrohnen. Diese Drohnen sollen demnach auch an die Ukraine geliefert werden.
Auch in Deutschland gibt es offenbar bei VW Überlegungen, vom Boom der Rüstungsindustrie zu profitieren. Wegen sinkender Absatzzahlen auf dem Automarkt erwägt der Konzern Medienberichten zufolge, den Produktionsstandort Osnabrück gemeinsam mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael teilweise für militärische Fertigung umzurüsten.
Sowohl Renault als auch VW haben in der Vergangenheit bereits mit der Herstellung militärischer Fahrzeuge Erfahrungen gemacht. Renault war schon im Ersten Weltkrieg in der Rüstungsproduktion aktiv und baute mit dem FT 17 einen leichten Panzer, dem ein bedeutender Einfluss auf den Kriegsverlauf zugeschrieben wird. Vor dem Zweiten Weltkrieg stellte das Unternehmen zudem den Panzer R35 sowie weitere Militärfahrzeuge her. VW wiederum stellte im Zweiten Weltkrieg unter Einsatz von KZ-Häftlingen und anderen Zwangsarbeitern die ursprünglich geplante Produktion ziviler Autos auf militärische Fahrzeuge für Wehrmacht und SS um.












