Nach Wirbel um Preisverleihung
Ukraine verleiht Hollywoodstar einen Eisen-Oscar
18.03.2026Lesedauer: 2 Min.
Sean Penn war bei den Oscars aufgrund seiner Abwesenheit großes Gesprächsthema. Der Schauspieler weilt in der Ukraine – und erhielt dort nun einen anderen Preis.
Es war eine der großen Oscar-Überraschungen dieses Jahr: Sean Penn erhielt den Goldjungen als bester Nebendarsteller – war aber nicht vor Ort, um den Preis entgegenzunehmen. Denn der Schauspieler befand sich in der Ukraine. Dort hat Sean Penn jetzt eine Ersatzstatue überreicht bekommen. Oleksandr Pertsovskyi, der CEO der ukrainischen Eisenbahngesellschaft, teilte auf der Plattform X einen Clip, in dem er dem 65-jährigen Schauspieler eine Figur in der Silhouette des Filmpreises Oscar überreichte.
Das Material dafür stamme von einem Zugteil, das durch Russland beschädigt wurde, sagte Pertsovskyi in dem Clip. „Wir konnten unseren guten Freund und treuen ukrainischen Eisenbahnpassagier nicht ohne Auszeichnung zurücklassen“, schrieb er zudem auf X.
Penn bedankte sich für den „Eisens-Oscar“, wie der Bahn-CEO die Statue nannte. „Wir haben keine Waffe daraus geschmolzen“, ist auf der Figur laut einem Foto, das Pertsovskyi teilte, zu lesen.
Penn hatte in der Nacht zu Montag die Verleihung seines dritten Oscars in Los Angeles verpasst. Der 65-Jährige wurde für seine Rolle im Politthriller „One Battle After Another“ als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Es ist nach „Mystic River“ und „Milk“ bereits der dritte Oscar für Sean Penn.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing den Schauspieler in seinem Amtssitz in Kiew. „Sean, dank dir wissen wir, was ein wahrer Freund der Ukraine ist“, schrieb Selenskyj am Montag in sozialen Netzwerken. Er erinnerte daran, dass Penn schon in den ersten Kriegstagen im Februar 2022 in Kiew war. „Und wir wissen, dass du auch weiter an der Seite unseres Landes und unseres Volkes stehen wirst“, schloss er den Beitrag ab.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.












