Einzelhandel Hamburg
Bio-Fleischerei am Lehmweg schließt nach neun Monaten
19.03.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Krautsand Farm Manufaktur in Hamburg-Hoheluft schließt ihren Laden am Lehmweg geschlossen. Als Grund nennt das Unternehmen wirtschaftliche Schwierigkeiten und mangelnde Kundschaft.
Die Bio-Fleischerei Krautsand Farm am Lehmweg in Hamburg-Hoheluft hat nach rund neun Monaten ihren Betrieb eingestellt. Wie das „Hamburger Abendblatt“ und die „Mopo“ berichten, ist der Laden seit dem vergangenen Samstag geschlossen. Auch auf Google ist der Hinweis „Dauerhaft geschlossen“ zu lesen.
Die Krautsand Farm hatte im Juli 2025 die Räume der früheren Traditionsfleischerei Harms am Lehmweg 56 übernommen. Hinter dem Unternehmen stehen drei Gründer, wie auf der Website zu lesen ist: Konzertveranstalter Folkert Koopmans, der unter anderem das Hurricane-Festival in Scheeßel organisiert, Tierarzt Sebastian Fietze und Landwirt Andreas Winter.
. Auf einem Hof auf der Elbinsel Krautsand werden demnach rund 500 Rinder sowie Hühner und Schafe gehalten. Das Hauptgeschäft des Unternehmens befindet sich laut in Hittfeld.
Als Schließungsgrund gibt das Unternehmen in einem Aushang an der Ladentür wirtschaftliche Gründe an, wie beide Medien berichten. Malvin Bonnin, zuständig für das Marketing der Krautsand Farm, wird vom „Hamburger Abendblatt“ mit den Worten zitiert: „Es sind zu wenig Kunden gekommen.“ Man habe gehofft, den früheren Kundenstamm der Fleischerei Harms reaktivieren zu können – das sei nicht gelungen.
Als weiteren Faktor für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt Bonnin im Gespräch mit der Zeitung Baustellen im Umfeld: „Es gab über Monate einen unkontrollierten Zuwachs von Parkverbotszonen im Lehmweg, sodass wir nur schwer mit dem Auto erreichbar waren.“
Die „Mopo“ zitiert Bonnin zudem mit den Worten: „Wir sind traurig über die Schließung des Ladens am Lehmweg. Aber wir blicken auch nach vorn. Wir richten uns neu aus und bauen die Marke weiter aus.“
Laut „Hamburger Abendblatt“ plant das Unternehmen, künftig auf großen Festivals in Deutschland vertreten zu sein und einen Onlineshop auszubauen. Bonnin zufolge solle das gesamte Produktangebot – darunter Fleisch- und Wurstwaren, Nudeln sowie Apfelsaft von der eigenen Streuobstwiese – voraussichtlich ab April per Lieferservice nach Hause geliefert werden können.











