Block-Prozess in Hamburg
Maskierte im Hotel: Traf Christina Block die Entführer vor der Tat?
19.03.2026 – 13:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Hat sich Christina Block kurz vor der mutmaßlichen Entführung ihrer jüngsten Kinder in einem Hotel mit maskierten Männern getroffen? Dazu nimmt nun der Verteidiger eines angeklagten Israelis Stellung.
Es ist bereits der 40. Verhandlungstag am Hamburger Landgericht. Der Prozess rundum Christina Block, der vorgeworfen wird, die Entführung ihrer beiden Kinder in Auftrag gegeben zu haben, geht in die nächste Runde.
Zu Beginn des Prozesstages am Donnerstag stand weiterhin die Frage im Raum, ob sich Block kurz vor der gewaltsamen Rückholung ihrer Kinder mit maskierten Männern in einem Hotel getroffen haben soll. Dies hatte einer der mutmaßlichen Entführer, Tal S. im Gerichtssaal erklärt.
Sascha Böttner, der Verteidiger von Tal S., erklärte zu Beginn, dass dieses Treffen laut Aussagen seines Mandanten am 28. Dezember in einem Hotel stattgefunden habe. Die beteiligten Männer seien „ein zusammengewürfelter Haufen“ gewesen, erklärte der Anwalt.
Die Männer hätten keine persönliche Beziehung zum Chef des israelischen Sicherheitsunternehmens gehabt, das für die gewaltsame Rückholaktion verantwortlich sein soll. Deshalb hätten sie sicherstellen wollen, dass der Auftrag tatsächlich von der Mutter der Kinder stammt.
Die Vermummung seines Mandanten bei dem Treffen im Dezember sollt einem professionellen Auftreten dienen, erklärt Böttner. Tal S. sei überzeugt gewesen, Teil einer „Rettungsaktion“ zu sein.
Blocks Verteidiger Ingo Bott weist die Darstellung zurück. Bereits am vorherigen Verhandlungstag hatte Bott erklärt, ein solches Treffen habe es nicht gegeben. Die Annahme, Block habe von den Vorgängen gewusst, sei „abwegig“.












