Zeitpunkt wirkte verdächtig
Nutzte Mette-Marit ihre Krankheit strategisch? Arzt äußert sich
09.03.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Nachricht über Mette-Marits notwendige Lungentransplantation wurde am Tag, an dem die Frist für die Epstein-Akten auslief, veröffentlicht. Ein Zufall?
Am 19. Dezember 2025 gab der norwegische Hof bekannt, dass sich der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit verschlechtert habe und Ärzte sie auf eine mögliche Lungentransplantation vorbereiteten. Dass diese Meldung genau auf den Tag fiel, an dem die vom US-Kongress gesetzte Frist zur Freigabe der Epstein-Akten ablief, fiel mehreren Kommunikationsexperten auf. Sie fragten sich, ob die Krankheitsmeldung möglicherweise strategisch eingesetzt worden sei.
Nun hat sich Mette Marits behandelnder Lungenfacharzt Are Martin Holm, der damals bei der Pressekonferenz anwesend war, gegenüber dem Branchenportal „Journalisten“ zu Wort gemeldet. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe habe sich schlicht nach seiner eigenen Verfügbarkeit gerichtet, erklärte er.
Hofkommunikationschefin Guri Varpe antwortete auf die Frage, ob die Pressemitteilung mit der Epstein-Frist zu tun hatte, mit klaren Worten. „Es gab keinen Zusammenhang“, schrieb Varpe. Der gewählte Zeitpunkt habe mit der Koordination zwischen dem NRK-Interview mit dem Kronprinzenpaar im Rahmen von „Året med kongefamilie“ (Das Jahr mit der Königsfamilie), der Verfügbarkeit des Arztes sowie dem offiziellen Programm der Königsfamilie zusammengehangen.
Das Interview mit Mette-Marit und Kronprinz Haakon war bereits am 12. Dezember 2025 aufgezeichnet worden. Darin hatte Mette-Marit im Interview mit NRK erklärt, dass eine Lungentransplantation nötig werden könnte. Der Sender hielt die Information rund eine Woche zurück, um dem Kronprinzenpaar die Wahl des Veröffentlichungszeitpunkts zu überlassen.
Sofie Gran Aspunvik von NRK erläuterte, die Dezember-Interviews würden stets kurz vor Weihnachten aufgezeichnet, um Programmplanung und Terminabsprachen zu koordinieren. Es sei angemessen gewesen, dass die Kronprinzessin selbst den Zeitpunkt der Bekanntgabe bestimmt habe.
Ab Ende Januar 2026 wurden die Epstein-Akten schrittweise veröffentlicht. Mette-Marit wurde darin über 1.000 Mal erwähnt. Es folgten mehrere Erklärungen der Kronprinzessin, darunter eine Entschuldigung für ihr früheres Verhältnis zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Parallel dazu muss sich ihr Sohn Marius Borg Høiby seit Anfang Februar 2026 vor dem Osloer Gericht wegen insgesamt 40 Anklagepunkten verantworten. Im Fall einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu 16 Jahren.












