WM-Traum in Gefahr
So reagiert der 1. FC Köln auf Nagelsmanns El-Mala-Kritik
05.03.2026 – 19:07 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach Julian Nagelsmanns kritischen Äußerungen über Said El Mala soll der Stürmer in die Startelf des 1. FC Köln zurückkehren – und Lukas Kwasniok helfen.
Vor den finalen zehn Spieltagen in der Fußballbundesliga stehen beim 1. FC Köln vor allem zwei Akteure im Mittelpunkt, und sie sind aufeinander angewiesen: Für Lukas Kwasniok ist der Kampf um den Klassenerhalt auch ein Kampf um den eigenen Job. Hierfür benötigt der Trainer die Tore von Said El Mala, der wiederum seine glänzende Debütsaison krönen und auf den WM-Zug aufspringen will.
Letzteres Ziel scheint in den vergangenen Monaten in die Ferne gerückt zu sein, wenn man die jüngsten Aussagen von Julian Nagelsmann betrachtet. „Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig“, sagte der Bundestrainer in dieser Woche dem „Kicker“.
Kwasniok ließ den 19-Jährigen im Laufe der Saison zwischen Startelf und Bank pendeln, zuletzt aufgrund von muskulären Beschwerden. Auf Nagelsmanns recht deutliche Worte reagiert der Kölner Trainer verhalten: „Es steht mir nicht zu, das zu bewerten. Ich schätze Julian sehr, muss aber keinen täglichen Umgang mit ihm haben.“
Es ist allerdings herauszuhören, dass Kwasniok die Äußerungen des Bundestrainers nicht begrüßt: „Grundsätzlich ist es so, dass Said viele Informationen von sehr vielen Menschen bekommt“, sagt der 44-Jährige und zählt „soziale Medien, Trainerteam, Verein, Berater, Familie und Umfeld“ auf. „Alle diese Informationen zu verarbeiten, ist nicht immer so einfach“, meint Kwasniok und muss ergänzen: „Jetzt hat sich auch noch der Bundestrainer zu ihm geäußert.“
Ob El Mala dies beiseiteschieben und sich auf seine Leistung konzentrieren kann, wird sich am Wochenende gegen Borussia Dortmund zeigen. Kwasniok stellt seinem Top-Scorer die von Nagelsmann geforderte Startelf in Aussicht: „Said ist diese Woche marschiert, vor allem weil er von Beginn an spielen will. Das ist das Entscheidende für mich, und deshalb ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er Samstagabend von Beginn an zum Einsatz kommt.“
Sollte El Mala gegen den BVB Eigenwerbung betreiben, ist wiederum die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kwasniok beim FC nicht um seinen Job bangen muss. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen berichtete die „Sport Bild“ über ein Ultimatum der Verantwortlichen: Kwasniok müsse aus den nächsten drei Partien gegen Dortmund, den HSV und Gladbach vier Punkte holen, um im Amt zu bleiben.












