Nach Palästina-Skandal
Tricia Tuttle bleibt Berlinale-Chefin – mit neuen Vorgaben
Aktualisiert am 04.03.2026 – 15:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Tricia Tuttle bleibt Chefin der Berlinale. Allerdings muss sie neue Vorgaben akzeptieren.
Tricia Tuttle bleibt Chefin der Berlinale, muss aber Vorgaben akzeptieren. Geplant sind ein „beratendes Forum“ sowie die Ausarbeitung eines Verhaltenskodexes für alle Kulturveranstaltungen des Bundes, wie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nach einer Krisensitzung im Kanzleramt mitteilte.
Der Streit über den Nahostkonflikt überschattete die Berlinale nicht nur in den vergangenen Jahren, sondern auch 2026.
Die US-Amerikanerin Tuttle übernahm die Berlinale im April 2024, sie hatte vorher das Filmfestival in London geleitet. In Berlin folgte sie auf das Führungsduo Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, das sich die Aufgaben geteilt hatte. Tuttle leitete die Berlinale damit zum zweiten Mal.
Der Nahostkonflikt hatte die Berlinale auch in den vergangenen Jahren beschäftigt. So war das Festival zum Beispiel nach der Abschlussgala im Februar 2024 dafür kritisiert worden, dass einzelne Preisträger das Vorgehen Israels im Gazastreifen massiv kritisiert hatten, ohne den Terrorangriff der islamistischen Hamas vom Oktober 2023 zu erwähnen. Es folgte eine Debatte bis hin zu Vorwürfen von Antisemitismus.











