
Steuerfrei dazuverdienen
Diese Fallstricke bei der Aktivrente sollten Rentner kennen
03.02.2026 – 06:23 UhrLesedauer: 4 Min.

24.000 Euro steuerfrei im Jahr? Ganz so einfach ist es nicht. Wo Rentner mit der Aktivrente leicht in Steuerfallen tappen.
Mehr arbeiten, mehr behalten – so einfach klingt die neue Aktivrente. Seit Januar 2026 können Rentnerinnen und Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen. In der Praxis gibt es jedoch einige Punkte, die Rentner kennen sollten, um böse Überraschungen zu vermeiden und den Steuerbonus sinnvoll zu nutzen. t-online hat mit Maike Richterstetter, Expertin für Einkommensteuer bei der Steuer-App Taxfix, über die wichtigsten Fallstricke gesprochen.
Eigentlich ist es eine gute Nachricht: Manchmal erhalten Angestellte nicht nur ihren festen Monatslohn, sondern auch Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit oder Boni. „Diese Zahlungen können dazu führen, dass man in einzelnen Monaten über die 2.000-Euro-Grenze rutscht. Der übersteigende Teil muss dann ganz normal versteuert werden“, erklärt Richterstetter.
Das ist natürlich nicht problematisch. Unterm Strich bleibt den Rentnern trotzdem mehr Geld als ohne die Sonderzahlungen. Sie sollten sich lediglich bewusst sein, dass der Staat auch vom Einkommen als Aktivrentner unter Umständen etwas einbehält. Lesen Sie hier, wie die Einkommensteuer genau funktioniert.
Gleiches kann passieren, wenn Sie einem der größten Irrtümer über die Aktivrente aufgesessen sind: der Annahme, dass es sich um einen jährlichen Freibetrag handeln würde. „Man hört immer ‚24.000 Euro steuerfrei pro Jahr‘, aber es gelten 2.000 Euro pro Monat. Das heißt, wird dieser monatliche Freibetrag nicht ausgenutzt, verfällt dieser Teil. Er lässt sich nicht auf andere Monate übertragen“, so Richterstetter.
Auch wer erst im Laufe des Jahres mit dem Job beginnt oder nur in einzelnen Monaten arbeitet, kann den Bonus nur für diese Monate nutzen. Beginnt die Beschäftigung beispielsweise im Juli, stehen auch nur für sechs Monate jeweils 2.000 Euro steuerfrei zur Verfügung. Nicht genutzte Freibeträge aus den Vormonaten gehen verloren.
Nicht in jedem Job sind die Arbeitszeiten klar geregelt. Manchmal muss man Kollegen kurzfristig vertreten, die Stundenanzahl erhöhen oder hat einen Job als Saisonarbeiter. Auch solche schwankenden Gehälter können dazu führen, dass der Freibetrag unbemerkt überschritten wird. In Monaten mit höherem Verdienst fällt dann wieder anteilig Steuer an.










