Massiver Wettersturz in Italien
45 Zentimeter Schnee innerhalb weniger Stunden
16.05.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Wetter in Italien schlägt um: Blitze über Ravenna, Starkregen in der Emilia-Romagna – und auf dem Marmolada fallen mitten im Mai bis zu 45 Zentimeter Schnee.
Ein nordatlantisches Tief hat Italien erreicht und in mehreren Regionen für einen Wetterumschwung gesorgt. Besonders betroffen war am Samstagmorgen die Emilia-Romagna. Zwischen Ravenna und Ferrara zogen Gewitter auf, in den Bergen fiel Schnee. Der Temperatursturz brachte damit zugleich Starkregen in den Ebenen und winterliche Verhältnisse in höheren Lagen.
In der Gegend um Ravenna verdunkelte sich der Himmel am Samstag innerhalb kurzer Zeit. Ein kräftiges Gewitter zog über die Landschaft und erfasste mehrere Orte zwischen Lugo, Bagnacavallo, Massa Lombarda und Alfonsine. Auch Argenta und Portomaggiore in der Provinz Ferrara waren betroffen. Blitze, heftige Schauer und starke Windböen bestimmten über Stunden das Bild.
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Meteorologen rechnen im Tagesverlauf auch in anderen Teilen des Landes mit weiteren Schauern und lokalen Unwettern.
45 Zentimeter Neuschnee innerhalb weniger Stunden
Während in den Ebenen Regen niederging, kehrte in den Bergen der Winter zurück. Auf dem Marmolada, dem höchsten Berg der Dolomiten, fielen innerhalb weniger Stunden bis zu 45 Zentimeter Neuschnee.
Nach Angaben von Flavio Tolin von „Marmolada Meteo“ lagen auf rund 3.000 Metern Höhe zwischen 40 und 45 Zentimeter Schnee. Auf etwa 2.000 Metern seien 20 bis 25 Zentimeter gemessen worden.
Auch auf dem Asiago-Plateau und am Monte Corno schneite es. Bilder aus den Bergen zeigen Gipfel und Hänge, die vollständig von einer weißen Schneedecke überzogen sind.
Wetterexperte: „Vor dreißig Jahren wäre das normal gewesen“
Für die Jahreszeit sei der Wetterumschwung in Italien jedoch nicht außergewöhnlich, erklärte Tolin. Nach mehreren trockenen Monaten gleiche der Mai nun das bestehende Wasserdefizit aus. „Für Mai ist die Situation aber nicht ungewöhnlich“, sagte er. In höheren Lagen habe sich zuvor ohnehin nur noch wenig Schnee gehalten.








