Genötigt, geschlagen, bedroht
19-Jähriger wird tagelang gefangengehalten
26.10.2026 – 15:35 UhrLesedauer: 1 Min.
Vier Tage, die alles verändern: Ein 19-Jähriger besucht einen Bekannten in Pasewalk. Doch dann eskaliert die Situation. Was sich in der Wohnung in der Kleinstadt abspielt, beschäftigt nun die Polizei.
Ein Besuch bei einem Bekannten soll für einen 19-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern zum Albtraum geworden sein. Tagelang soll ihn ein 22-Jähriger in seiner Wohnung eingesperrt, geschlagen und mit einem Messer verletzt haben. Erst nach mehreren Tagen gelang dem jungen Mann die Flucht, wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg am Montag mitteilte.
Begonnen hatte den Angaben zufolge alles am 16. Oktober in Pasewalk, nahe der polnischen Grenze. Der 19-Jährige war zunächst freiwillig in die Wohnung seines Bekannten gekommen. Doch dann soll es zwischen den beiden Männern zum Streit gekommen sein. Spätestens ab dem 20. Oktober soll der 22-Jährige laut Polizei seinen Bekannten gegen dessen Willen festgehalten und ihn daran gehindert, die Wohnung zu verlassen.
Polizei: Nach vier Tagen gelang die Flucht
In den folgenden Tagen soll der 22-Jährige immer wieder auf seinen Bekannten eingeschlagen und ihn mit einem Messer attackiert haben. Der 19-Jährige erlitt nach Polizeiangaben Schnitt- beziehungsweise Stichverletzungen am Arm sowie einen Bluterguss am Kopf. Der junge Mann soll auch beleidigt, bedroht und genötigt worden sein.
Am Samstag, dem 24. Oktober, konnte das Opfer schließlich entkommen. Der 19-Jährige ging den Angaben zufolge direkt zu einer Polizeidienststelle und erstattete Anzeige. Nun ermittelt die Kriminalpolizei gegen den Deutschen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung, gefährlichen Körperverletzung und Bedrohung.












