Ab 20 Uhr möglich
Kaum jemand nutzt diesen Üstra-Trick
Aktualisiert am 04.04.2026 – 19:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Hannoveraner können abends aus dem Bus aussteigen, wo sie möchten. Trotzdem zeigt sich: Im Alltag spielt der Service kaum eine Rolle. Warum?
Normalerweise ist es nicht erlaubt, zwischen zwei Haltestellen den Bus zu verlassen. Aber es gibt eine Ausnahme. Die Üstra bietet seit einigen Jahren den sogenannten Unterwegs-Ausstieg an.
Dadurch ist es Kunden möglich, ab 20 Uhr auch zwischen zwei regulären Bushaltestellen auszusteigen. Egal, ob unter der Woche oder am Wochenende. So ist es in der Betriebsverordnung Bus offiziell festgehalten.
Will ein Fahrgast das Angebot nutzen, muss er dem Busfahrer rechtzeitig mitteilen, wo er gerne aussteigen möchte. Als geeigneter Zeitpunkt bietet sich etwa der Stopp an der vorherigen Haltestelle an, erklärt Heiko Rehberg, Sprecher der Üstra.
Er betont: „Der Ausstieg ist allerdings nur möglich, wenn es die Verkehrssituation zulässt.“ Darüber hinaus sei es wichtig, dass auch die Fahrgäste selbst die Verkehrssituation im Auge haben – „also nicht an einer vielbefahrenen Straße oder in einer unübersichtlichen Kurve aussteigen“.
Das Angebot wird laut Angaben von Rehberg allerdings nicht sonderlich stark genutzt. „Grund dafür dürfte das gute ausgebaute Stadtbusnetz sein“, sagt er.
Besonders in der Stadt Hannover seien die Haltestellen so dicht vernetzt, dass ein Ausstieg dazwischen oftmals nicht notwendig sei. „Und im Umland, nehmen wir mal das Beispiel des sprintH-Busses 800 zwischen Dolgen und Mehrum: Da ist auf einer längeren Strecke gar kein Wohnhaus.“
Vermutlich ist der Unterwegs-Ausstieg vielen aber auch einfach nicht bekannt. Auf der Webseite der Üstra wird er in einem Text über den Nachtverkehr in nur wenigen Sätzen erwähnt.












