Notaufstieg scheitert
Drama in rund 80 Metern Tiefe – Taucher sterben im Bodensee
Aktualisiert am 04.08.2026 – 08:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einem Tauchgang im Bodensee sind zwei Menschen gestorben. Die Polizei sucht nach der Ursache für den Notaufstieg in rund 80 Metern Tiefe.
Eine Taucherin und ein Taucher sind bei einem Tauchgang im Bodensee am Sonntag gestorben. Wie die Polizei mitteilte, führten die 46 Jahre alte Frau und ihr 64 Jahre alter Tauchpartner einen gemeinsamen Tauchgang in Überlingen durch. Gegen 10.30 Uhr leiteten sie demnach in einer Tiefe von rund 80 Metern einen Notaufstieg ein. Der Grund hierfür sei nicht bekannt.
Entgegen ersten Angaben der Polizei verlor die 46-jährige Taucherin kurz nach dem Auftauchen an der Wasseroberfläche bereits das Bewusstsein. Die Polizei berichtigte ihre Angaben, wonach die Begleiterin erst an Land das Bewusstsein verloren hatte. Ihr Tauchpartner verlor nach Angaben der „Bild“-Zeitung schon beim Auftauchen das Bewusstsein.
Taucher sterben im Bodensee – Ermittlungen
Trotz Reanimationsmaßnahmen starben beide Taucher noch vor Ort. Die Todesumstände sowie die Gründe für den Notaufstieg werden von der Wasserschutzpolizei weiter ermittelt.
Ein Notaufstieg beim Tauchen gilt immer als letzte Rettungsmaßnahme, weil dabei die empfohlene Aufstiegsgeschwindigkeit häufig missachtet werden muss. Ein zu schneller Aufstieg kann zu einem Lungenriss führen. Zudem besteht das Risiko der Dekompressionskrankheit: Durch das schnelle Auftauchen können sich Stickstoffblasen im Gewebe und im Blut bilden. Lebensgefährlich wird es, wenn diese Blasen das Herz erreichen.
Was bei dem Unglück im Bodensee geschah, ist unklar. Dass sich die Taucher in 80 Metern Tiefe befanden, deutet aber darauf hin, dass es sich um erfahrene Sportler gehandelt haben könnte. Für diese Tiefen sind spezielle Ausrüstung und Erfahrung nötig. Der Tauchplatz „Tennisplätze“ in Überlingen, an dem sich das Unglück ereignete, wird für Anfänger und erfahrene Taucher beworben.











