
Australian Open
Nach dem Match bekommt Zverev einen Heiratsantrag
Aktualisiert am 18.01.2026 – 09:36 UhrLesedauer: 3 Min.

Nach seinem Auftaktmatch gibt Alexander Zverev eines der lustigsten Interviews seit Langem – inklusive Heiratsantrag. Doch er übt auch Kritik. Oder war alles nur ein Witz?
Aus Melbourne berichtet Christoph Cöln
Es war der Beginn des vierten Satzes, der Zverev offenbar nicht gefiel. Er haderte mit seinem Spiel. Dabei hatte er es eigentlich im Griff. Doch dann landete beim Stand von 0:0 gegen den 24-jährigen Kanadier Gabriel Diallo eine Vorhand ganz knapp im Aus und Zverev ließ seinem Ärger freien Lauf. Das F-Wort flog über den Platz.
Einen Ballwechsel später zeigte sich der 28-jährige Hamburger mit einer Entscheidung der Schiedsrichterin unzufrieden. Zverev schaute zu seinen Coaches, breitete die Arme aus, wollte es nicht wahrhaben. Dann ging er zum Stuhl der Unparteiischen und diskutierte. Dabei führte er zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 nach Sätzen, hatte den dritten Durchgang gerade souverän gewonnen. Schon im ersten Satz hatte er den Schläger frustriert weggeworfen.
Da hatte Diallo, aktuell 41. der Weltrangliste, dem Deutschen erhebliche Probleme bereitet. Zverev kämpfte sich nach einem 4:1-Rückstand jedoch noch auf 4:4 heran und schaffte es in den Tiebreak. Dort zeigte er allerdings Nerven und verlor deutlich. Danach stabilisierte sich sein Spiel, er fand immer besser in die Partie, während Diallo auf der anderen Seite viele leichte Fehler unterliefen. Zverev spielte gut, aber nicht spektakulär. Am Ende stand dennoch ein deutliches 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2 für Zverev.
Deutschlands Nummer eins meisterte die Auftakthürde bei den diesjährigen Australian Open letztlich ohne größere Probleme und zeigte sich hinterher zufrieden. Er sei „nicht gerade happy“ gewesen, als er die Auslosung gesehen hatte. Das Los hatte ihm mit Diallo einen stark eingeschätzten Auftaktgegner beschert. „Nach dem ersten Satz dachte ich, schlimmer kann es nicht mehr werden“, so Zverev im Post-Match-Interview mit Andrea Petković. „Aber es lief danach viel besser für mich. Die Vorhand kam etwas besser, die Returns kamen etwas besser, ich habe generell aggressiver gespielt, das Spiel einfach mehr angenommen.“
Das sei genau das, was er auf dem Platz machen müsse. „Ich weiß das“, sagte er. Dann erlaubte Zverev noch einen Blick in seine Psyche. „Ich brauche nicht 58 Experten, die mir das sagen. Ich brauche auch nicht 80 Millionen Deutsche, die mir das jedes Mal sagen. Ich weiß das selbst.“
„Das ist die Art und Weise, wie Deutsche ihre Liebe zeigen“, warf Petković ein.










