
Drittes Unglück in Spanien in einer Woche
Zug rammt Kran – Verletzte
22.01.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Wieder ein Zugunglück, wieder Spanien: Dieses Mal ist ein Pendlerzug gegen einen Kran gestoßen.
In der Nähe der spanischen Hafenstadt Cartagena ist ein Zug mit einem auf der Strecke stehenden Baukran kollidiert. Wie das spanische Bahnunternehmen Renfe am Donnerstag mitteilte, wurden mehrere Menschen verletzt. Der Zugverkehr zwischen Cartagena und dem rund eine halbe Stunde Fahrt entfernten Ort Los Nietos sei unterbrochen.
Den Angaben zufolge kamen die Passagiere an Bord des Pendlerzuges überwiegend mit dem Schrecken davon. Mindestens sechs Menschen seien aber leicht verletzt und würden Prellungen aufweisen, hieß es.
Der Unfall ereignete sich Berichten zufolge gegen 12 Uhr. Ein Renfe-Sprecher betonte, dass der Kran auf der Strecke nicht zu seinem Unternehmen gehöre. Der Pendlerzug sei durch den Zusammenstoß nicht entgleist. Der spanische Bahnbetreiber Adif sprach vom „Eindringen eines nicht zum Bahnbetrieb gehörenden Krans in die Infrastruktur“. Laut den Rettungskräften in der Region Murcia ragte der Auslegers des Krans in den Bereich der Gleise.
Es ist der dritte schwerwiegende Zwischenfall auf spanischen Bahngleisen innerhalb von einer Woche. Am Sonntag waren zwei Hochgeschwindigkeitszüge in Andalusien zusammengestoßen. Dabei kamen mindestens 43 Menschen ums Leben, zahlreiche wurden verletzt.
Am Dienstagabend stürzte in der Nähe von Barcelona im Sturm eine Mauer auf die Gleise. Ein Nahverkehrszug fuhr in die Trümmer. Einer der Lokführer, ein 28-Jähriger, der noch in der Ausbildung war, kam dabei ums Leben. Dutzende Passagiere wurden verletzt, fünf davon schwer.
Die spanische Zugführergewerkschaft kündigte nach den tödlichen Zugunglücken einen dreitägigen Streik ab dem 9. Februar an. Damit wollen die Lokführer ihrer Forderung nach mehr Sicherheit auf den Schienen Nachdruck verleihen.










