
„Erhebliche gesundheitliche Risiken“
Verbotener „Potenzhonig“ in Bayern sichergestellt
28.01.2026 – 12:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Zollbeamte halten in Bayern einen Lkw an – und machen einen überraschenden Fund. Auch der Leiter des Hauptzollamts äußert sich.
Zollbeamte aus Bayern haben am vergangenen Freitag mehrere Gläser mit verbotenem „Potenzhonig“ in einem türkischen Lkw sichergestellt. Das teilte das Hauptzollamt Regensburg mit. Gegen den Fahrer wurde nun ein Verfahren eingeleitet – unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.
Der sogenannte Potenzhonig war mit dem in Deutschland nicht zugelassenen Wirkstoff Sildenafil versetzt. Sildenafil hat eine gefäßerweiternde Wirkung – und ist der Hauptwirkstoff von Viagra. Laut dem Zoll konnte der Lkw-Fahrer kein Rezept für das Medikament vorweisen.
Der Leiter des Hauptzollamts Regensburg, René Matschke, erklärte: „Potenzfördernde Produkte mit nicht zugelassenen Wirkstoffen werden häufig im Ausland oder über Onlineplattformen angeboten.“ Er warnte: „Die Einnahme ohne ärztliche Beratung kann erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen.“
Insgesamt sollen die drei Gläser 523 Gramm Honig enthalten haben. Der Fahrer konnte seine Reise nach Abschluss der zollrechtlichen Maßnahmen fortsetzen.
„Potenzhonig“ ist gefährlich, weil es regelmäßig vorkommt, dass die Wirkstoffe klar über der gesundheitlich verträglichen Dosis liegen. Mögliche Nebenwirkungen sind Verdauungsstörungen, Schwindel, Blutdruckabfall oder Herz-Kreislauf-Probleme. Bei Herzvorerkrankungen und der Einnahme von Herzmedikamenten sind sogar tödliche Nebenwirkungen möglich.











