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Home » Zigtausend Tonnen Sahara-Sand in Sicht
Panorama

Zigtausend Tonnen Sahara-Sand in Sicht

By zeit-heute.deMärz 5, 20262 Mins Read
Zigtausend Tonnen Sahara-Sand in Sicht
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Jetzt kommt die Wüste

Tausende Tonnen Sahara-Sand ziehen über Deutschland


Aktualisiert am 05.03.2026 – 14:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Prognose für Freitagmittag: Deutschlands Westhälfte wird unter einer Dunstglocke liegen. (Quelle: METEORED/www.daswetter.com)

Eine beeindruckende Staubwolke trifft Deutschland. Wenn so etwas passiert, fällt oft sogenannter Blutregen. Diesen Freitag kommt es aber wohl anders.

Deutschland wird von einer gigantischen Staubwolke gestreift: Sand aus der größten Trockenwüste der Welt weht ins Land – es handelt sich um Tausende Tonnen direkt aus der Sahara.

Schon seit Montag sind im Süden die ersten Vorboten sichtbar, am Morgenhimmel können plötzlich sogenannte Nebensonnen auftauchen. Der Staub in der Luft streut das Licht. Für den Betrachter sieht es so aus, als seien links und rechts neben der Sonne weitere Himmelskörper aufgegangen.

Doch der eigentliche Schub aus der Sahara kommt erst noch. Am Freitag trifft die Wolke den Westen Deutschlands bis hoch in den Norden. „Allerdings handelt es sich dabei überwiegend um feinen Mineralstaub und nicht um groben Wüstensand“, teilt der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online auf Anfrage mit. Solche Staubschichten lägen meist mehrere Kilometer über dem Boden und seien mit bloßem Auge nur als milchiger Himmel oder rötliche Sonnenuntergänge zu erkennen.

Die genaue Menge lasse sich nicht direkt messen, betont Jung. Satelliten würden vor allem die optische Trübung der Luft erfassen. Mit typischen Modellabschätzungen lasse sich aber eine Größenordnung angeben. Diese erscheint auf den ersten Blick enorm: „Über Deutschland könnten sich in der gesamten Luftsäule Zehntausende bis einige Hunderttausend Tonnen Saharastaub befinden“, stellt Jung fest.

Allerdings klinge das nur viel, sagt Jung. Verteilt über eine riesige Fläche und mehrere Kilometer Atmosphäre relativere sich die Menge.

Am Boden kommt davon kaum etwas an. Denn: Es fällt laut Jung in den kommenden Tagen kein Regen, der den Saharastaub aus der Luft waschen könnte. Das als Blutregen bekannte Phänomen fällt daher aus. „Ein traumhaftes Wochenende steht an“, prognostiziert Jung. „Bis Dienstag ist alles trocken.“

Die bei Saharastaub-Ereignissen bekannten rostroten Staubschichten auf Autos und Fenstern können dennoch auftreten. „Durch die Schwerkraft rieselt etwas Staub aus der Atmosphäre herunter“, erklärt der Meteorologe. „Aber sonst passiert da nicht viel.“

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge hält das Phänomen über das Wochenende an. Auch in der kommenden Woche sei noch mit einer geringen Staubkonzentration in der Luft zu rechnen.

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