Sprachkurs in Spanien
Zehn Mädchen belasten Surftrainer – Festnahme
06.11.2026 – 09:15 UhrLesedauer: 1 Min.
Zehn deutsche Schülerinnen wollten bei einem Aufenthalt in Spanien die Sprache lernen und Spaß haben. Was dann geschehen sein soll, beschäftigt inzwischen die Polizei.
Ein Surflehrer soll in Spanien zehn minderjährige Austauschschülerinnen aus Deutschland sexuell belästigt haben. Die spanische Nationalpolizei (Policía Nacional) hat den 46-Jährigen wegen des Verdachts auf zehn sexuelle Übergriffe festgenommen, wie die Nachrichtenagenturen Efe und Europa Press unter Berufung auf eine Mitteilung der Behörde berichten.
Die Mädchen hielten sich im Rahmen eines Sprachaustauschs in der Provinz Alicante auf, einer Region an der spanischen Mittelmeerküste. Während ihres Aufenthalts sollten die Kinder die Sprache lernen und an verschiedenen Freizeitaktivitäten teilnehmen – darunter Stand-up-Paddling. Bei dem Wassersport soll es zu den Übergriffen gekommen sein. Der Verdächtige arbeitete als Trainer in einem Surfclub und leitete die Aktivität.
- Italien: Deutsche Studentin wird Opfer – Verdächtiger dank Kassenbon gefasst
Schüleraustausch in Spanien: Mädchen erheben Vorwürfe
Die Ermittlungen begannen, nachdem die Leiterin der Sprachschule Anzeige erstattet hatte. Sie berichtete der Polizei laut Medienberichten, dass mehrere Mädchen während des Ausflugs von einem der Betreuer an intimen Körperstellen berührt worden seien.
Die Ermittler befragten daraufhin die betroffenen Schülerinnen. Nach Polizeiangaben beschrieben sie übereinstimmend denselben Mann als mutmaßlichen Täter. Die Berührungen seien „kein Versehen, sondern unnötig und sehr unangenehm“ gewesen, berichtet unter anderem „ABC“. Einige der Mädchen hätten den Surflehrer bereits während der Aktivität auf sein Verhalten angesprochen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann einem Untersuchungsgericht in Alicante vorgeführt. Ob Untersuchungshaft angeordnet wurde, geht aus den bisherigen Berichten nicht hervor.
