
„Anzügliche Bemerkungen“ und mehr
ZDF-Reporterin Eigendorf enthüllt Demütigungen von Chefs
21.01.2026 – 14:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Seit den Neunzigern ist die Auslandskorrespondentin bei verschiedenen TV-Sendern: Katrin Eigendorf. Jetzt berichtet die 63-Jährige von übergriffigen Chefs.
Die für Berichte aus Kriegs- und Krisengebieten bekannte Journalistin Katrin Eigendorf hat wiederkehrende Übergriffe und Demütigungen im beruflichen Umfeld erlebt. „Ich habe vor allem verbale Übergriffe erlebt, in erster Linie von männlichen Vorgesetzten“, sagte die 63-Jährige der Zeitschrift „Bunte“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Dabei sei es etwa um „anzügliche Bemerkungen über mein Aussehen“ gegangen.
Als Beispiel nennt sie den Satz: „Machen Sie sich mal eine neue Frisur, als Frau könnten Sie etwas eitler sein.“ Auf welchen beruflichen Stationen sie solche Aussagen genau zu hören bekam, sagt sie nicht. Seit 1999 arbeitet Eigendorf in unterschiedlichen Positionen beim ZDF.
Außerdem sei immer wieder auch ihre Kompetenz als Frau angezweifelt worden. „Als ich beispielsweise meinen Vorgesetzten fragte, ob ich in einem Kriegsgebiet eingesetzt werden könne, sagte er wörtlich, da haben Frauen nichts zu suchen, spiel du lieber mal zu Hause mit deinem Plastikpanzer“, berichtete die Journalistin. Eigendorf ist seit 2023 internationale Sonderkorrespondentin des ZDF. Bereits zuvor berichtete sie unter anderem aus der Ukraine sowie aus Afghanistan, dem Libanon und dem Irak.
Außerdem spricht sie in dem Interview über ihren Sohn Philip, der 2011 mit 17 Jahren gestorben ist. „Mit ihm verlor vieles, was wichtig erschien, an Bedeutung. Philips Erkrankung war eine Herausforderung, und wir haben sie angenommen. Das wirkt bis heute nach“, sagt Eigendorf bei „Bunte“.










