Himalaya-Katastrophe

Neuigkeiten zu deutscher Familie – Zahl der Toten steigt


Aktualisiert am 28.08.2026 – 12:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Nach der Katastrophe: Ein Polizist mit einem Spürhund begutachtet die Schäden. (Quelle: Niranjan Shrestha/AP/dpa)

Die Zahl der Toten in Nepal nach der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge steigt. Ein Armeesprecher hat Informationen zu einer deutschen Familie.

Mindestens 538 Menschen sind in Nepal aktuellen Angaben des Katastrophenschutzes zufolge durch die Sturzflut ums Leben gekommen. 977 Menschen werden weiter vermisst, darunter 517 Ausländer. 5 weitere Tote wurden in China geborgen. Zuvor hatten die Behörden in Nepal von 469 Toten gesprochen.

Gute Nachrichten gibt es unterdessen von einer vierköpfigen deutschen Familie im Katastrophengebiet. Sie sei zusammen mit anderen Geretteten per Hubschrauber zu einem Armeecamp in Battar Bazar gebracht worden, sagte ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur.

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Am Freitagmittag sprach die Bundesregierung von einer „niedrigen zweistelligen Zahl deutscher Staatsangehöriger“, die derzeit vermisst würden. Das Auswärtige Amt bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Zuvor hatte die nepalesische Tourismusbehörde von acht vermissten deutschen Staatsangehörigen gesprochen. Vier vermisste Deutsche gehörten zu einer Gruppe von ausländischen Pilgern: Sie waren auf dem Rückweg von einer Pilgerreise zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See in Tibet, als der Kontakt zu ihnen abriss, wie die nepalesische Reiseagentur Trekkers‘ Society mitteilte.

Rotes Kreuz: mindestens 93.000 Menschen betroffen

„Wir haben alle diese schrecklichen Bilder gesehen“, sagte der Sprecher der Auswärtigen Amtes. Insofern sei das gesamte Ausmaß der Folgen noch schwer abzuschätzen. Auch die Lage in der betroffenen Region sei „noch sehr, sehr unübersichtlich“.

Die Internationale Rotkreuz-Föderation (IFRK) schätzt, dass mindestens 93.000 Menschen von der Katastrophe betroffen sind. Darunter seien nicht nur Verletzte, sondern etwa auch die ehemaligen Bewohner der Tausenden zerstörten Häuser, sagte der IFRK-Vertreter in Nepal, David Fisher.

„Die Schäden sind einfach unglaublich“, sagte die lokale Vertreterin des UN-Nothilfebüros OCHA, Lila Pieters Yahia, die derzeit das Katastrophengebiet besucht. Mehr als 40 Brücken und 40 Kilometer Straße seien zerstört oder schwer beschädigt. Auch Wasserkraftanlagen seien betroffen.

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