Eine Gruppe steht im Fokus
DLRG: Zahl der Badetoten steigt
06.08.2026 – 10:53 UhrLesedauer: 1 Min.
In den Hitzemonaten gab es in Deutschland viele Hitzetote. Die DLRG berichtet von einem Anstieg.
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 sind in deutschen Gewässern 261 Menschen ertrunken. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Badetoten damit deutlich gestiegen. Ein Drittel der Badetoten stamme aus der Altersgruppe der Elf- bis 30-Jährigen.
Vor allem für die ersten Monate der Badesaison verzeichnet die DLRG einen Anstieg. Zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken demnach 189 Menschen. Besonders für den Juni ist die Zahl hoch. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte: „Über 100 Opfer gab es im Monat Juni zuletzt im Jahr 2003.“
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Badetote: Viele Männer unter den Unfallopfern
Die meisten Todesfälle mit rund 90 Prozent gab es demnach in frei zugänglichen Gewässern im Binnenland. Vogt resümiert: „Die Zahlen zeigen wieder einmal, dass es besonders dort lebensbedrohlich wird, wo zumeist keine Rettungskräfte vor Ort sind, die im Notfall schnell Hilfe leisten können.“
Auch die Geschlechteraufteilung der Todesopfer ist eindeutig. Nach Zahlen der DLRG waren 95 Prozent der Badetoten in der Altersgruppe der Elf- bis 30-Jährigen männlich. Über die ganzen Altersgruppen liegt der Anteil bei 85 Prozent Männern.
Die Zahl der Badetoten wird von der DLRG seit dem Jahr 2000 erhoben. Für das gesamte Jahr 2025 hatte die Gesellschaft 393 Badetote verzeichnet, in den ersten sieben Monaten waren es 246.
