Polizei schaltet sich ein

Familie klaut Kleingartenverein Riesensumme

06.08.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 1 Min.

Blick in eine Kleingartenanlage (Symbolbild): Wegen Veruntreuung wird gegen eine Familie aus Berlin ermittelt. (Quelle: Jens Wolf/ARchiv/dpa)

Über Jahre soll sich eine Familie systematisch bereichert haben. Nun wurde Anklage erhoben.

Eine Familie soll über Jahre Geld von einem Berliner Kleingartenverband veruntreut haben. Laut der Berliner Staatsanwaltschaft soll sich die Schadenssumme auf etwa eine Million Euro belaufen. Die Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag Anklage erhoben.

Die Ermittlungen richten sich gegen eine 55-Jährige aus Pankow, ihren 51-jährigen Ehemann und ihre 25-jährige Tochter. Den dreien wird demnach gewerbsmäßige Untreue und Beihilfe zu Untreue in Hunderten Fällen vorgeworfen.

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Laut der Staatsanwaltschaft war die Frau von 2020 bis 2023 in dem Kleingarten-Bezirksverband Finanzvorständin. Ihr Ehemann sei beim Verband angestellt gewesen, die Tochter habe dort eine Ausbildung gemacht und sei dann zum Schein ebenfalls angestellt worden.

Betrug fliegt durch Mahnverfahren auf

Die Staatsanwaltschaft teilte mit: „In dem Tatzeitraum soll die 55-Jährige Gelder des Verbands auf ihr eigenes Bankkonto, das Bankkonto ihres Ehemanns, deren Geschäftskonten und das Bankkonto ihrer Tochter transferiert haben.“ Die Überweisungen sollen demnach als Gehalt oder als Sonderzahlung markiert worden sein. Insgesamt sei dem Verband dadurch ein Schaden von mehr als 970.000 Euro entstanden.

Aufgeflogen ist der mutmaßliche Betrug den Behörden zufolge durch ein Mahnverfahren eines Straßen- und Grünflächenamts des Bezirks wegen Zahlungsrückständen des Kleingartenverbands im Jahr 2022. Der Verband musste schließlich ein Insolvenzverfahren durchlaufen, das inzwischen aufgehoben sei.

Über die Zulassung der Anklage der Staatsanwaltschaft muss den Angaben zufolge die Jugendkammer des Berliner Landgerichts entscheiden.

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