
„Lässt Blut in den Adern gefrieren“
14-Jähriger erstochen – mögliches Motiv enthüllt
Aktualisiert am 06.02.2026 – 14:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Anderthalb Wochen nach dem Tod des 14-jährigen Yosef hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt: Es ist ein Kind – und erstmals gibt es Angaben zu einem möglichen Motiv.
Die Polizei geht nach dem Tod von Yosef nicht von einer Tat im Affekt aus: Vielmehr soll ein Kind geplant haben, den 14-Jährigen zu töten. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Zwischen dem zwölfjährigen Verdächtigen und Yosef soll es demnach Streitigkeiten gegeben haben. Der Zwölfjährige soll sich gemobbt gefühlt haben.
Zuvor hatte Yosefs Mutter den Verdacht geäußert, ihr Sohn könnte in eine Falle gelockt worden sein. Am Abend der Tat habe Yosef eigentlich zu seinem Schützenverein gewollt, um seine Uniform anzuprobieren.
Der 14-Jährige lief los, aber er kam nie zu seiner Mutter zurück: Am Mittwochabend vergangener Woche (28. Januar) fanden Spaziergänger seine Leiche an einem See im nordrhein-westfälischen Dormagen. Der Körper wies Stich- und Schnittverletzungen auf. An einer Hand soll Yosefs Leiche auch Abwehrverletzungen gehabt haben.
Am Freitag gaben Polizei und Staatsanwaltschaft rund anderthalb Wochen nach der Tat bekannt, ein Kind als Verdächtigen in dem Fall ermittelt zu haben. Laut „Bild“-Zeitung sollen Handydaten dazu beigetragen haben, den Zwölfjährigen zu ermitteln.
Der verdächtige Junge wurde in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Dort seien weitere Maßnahmen getroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin, ohne Details zu nennen.
Der Zwölfjährige ist nicht strafmündig. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) sagte, der Junge sei zuvor offenbar nicht polizeilich auffällig geworden. Bei einer Pressekonferenz am Freitag erklärte er: „Wir müssen davon ausgehen, dass unsere Stadt durch dieses Ereignis, durch diesen schlimmen Tod von Yosef, nachhaltig traumatisiert sein wird. Dass ein Minderjähriger mutmaßlich diese Tat begangen hat, ist etwas, das uns umso betroffener macht und was uns auch das Blut in den Adern gefrieren lässt.“










