
Große Fan-Nachfrage
Kontroverser Künstler spielt zwei Shows in der Olympiahalle
06.01.2026 – 19:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Trotz Distanzierung des Betreibers tritt Xavier Naidoo diese Woche zweimal im Olympiapark auf. Die Nachfrage ist groß.
Xavier Naidoo steht in München kurz vor seinem Bühnencomeback. Am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Januar, steht der Sänger in der Olympiahalle auf der Bühne. Die beiden Konzerte sind nahezu ausverkauft, nach Angaben des Veranstalters sind nur noch vereinzelte Rand-Stehplätze verfügbar.
Auf der Website des Olympiaparks fällt die Ankündigung der Shows durch einen besonderen Zusatz auf. Neben biografischen Angaben zum Künstler und Hinweisen zu den Konzerten findet sich dort eine ausdrückliche Distanzierung des Betreibers von früheren Äußerungen Naidoos. Die Olympiapark München GmbH (OMG) erklärt, sie bekenne sich zu Vielfalt und Toleranz und verurteile Antisemitismus, Rassismus und Homophobie.
Nach Darstellung der OMG können Veranstaltungen nicht allein aufgrund politischer oder persönlicher Positionen eines Künstlers untersagt werden. Eine rechtliche Handhabe bestehe nur dann, wenn strafrechtlich relevante Inhalte zu erwarten seien oder ein behördliches Verbot vorliege. Beides sei bei den Konzerten nicht der Fall.
Naidoo war in den vergangenen Jahren wegen antisemitischer Aussagen, der Nähe zu Reichsbürgern und der Verbreitung von Verschwörungserzählungen in die Kritik geraten. 2022 erklärte er, er habe sich auf „Irrwegen“ befunden und distanziere sich von entsprechenden Gruppen.










