Vor der Wahl zum FDP-Chef
Kubicki über Lindner: Kein Freund fürs Leben
29.05.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Wochenende will sich Wolfgang Kubicki zum neuen Chef der FDP wählen lassen. Nun spricht er über das persönliche Verhältnis zu seinem Amtsvorgänger.
FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat sein Verhältnis zu Ex-Parteichef Christian Lindner als freundschaftlich, aber nicht als besonders eng beschrieben. Er und Lindner seien „nach wie vor befreundet, freundschaftlich verbunden“ und tauschten sich weiterhin aus, sagte der 74-Jährige im Podcast „Machtmenschen“ des Magazins „Focus“. Auf die Frage, ob Lindner ein Freund fürs Leben sei, antwortete Kubicki jedoch: „Das würde ich deshalb nicht sagen, weil unsere persönlichen Beziehungen nicht so tiefgreifend sind.“
Zwar sähen sie sich regelmäßig, sagte Kubicki. Auch die Familien mögen sich. „Aber unsere Lebenswirklichkeiten überschneiden sich nicht so stark, dass man daraus sagen könnte, es wäre eine lebenslange Freundschaft.“ Kubicki und Lindner hatten die FDP nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag 2013 gemeinsam wieder aufgebaut. Damals hatten sie sich gegenseitig zugesagt, sich nicht öffentlich zu kritisieren.
Kubicki soll am Wochenende zum FDP-Chef gewählt werden
Zu einem ernsten Konflikt sei es in der Endphase der Ampel gekommen. Im August 2024 habe er Lindner gesagt: „Ich trete jetzt persönlich aus der Koalition aus.“ Lindner habe ihn daraufhin gewarnt, wenn Kubicki persönlich austrete, würden „50 weitere“ folgen. Dann sei die Koalition unkoordiniert zu Ende. Kubicki sagte, er habe Lindner daraufhin signalisiert: Wenn der Prozess zur Beendigung der Koalition eingeleitet werde, sei das in Ordnung. Es sei das einzige Mal gewesen, dass er Lindner damit gedroht habe, sich anders zu verhalten, als dieser es für wünschenswert gehalten habe.
Im Machtkampf um den FDP-Vorsitz hat sich Kubicki durchgesetzt: Sein Mitbewerber, NRW-Landeschef Henning Höne, hatte sich Mitte Mai aus dem Rennen zurückgezogen. Auf dem Bundesparteitag am Wochenende in Berlin soll Kubicki zum Vorsitzenden gewählt werden.










