Forderung der USA
WM-Team muss in Ebola-Isolation
23.05.2026 – 01:49 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich Ebola aus. Das hat nun Folgen für die Fußball-Nationalmannschaft des Landes vor der Weltmeisterschaft.
Das Weiße Haus verlangt von der Fußball-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo eine 21-tägige Quarantäne, bevor das Team zur Weltmeisterschaft in die USA einreisen darf. Hintergrund ist ein Ebola-Ausbruch im Heimatland der Mannschaft, wie AFP berichtet.
Andrew Giuliani, der WM-Beauftragte des Weißen Hauses, machte die Bedingung gegenüber dem Fernsehsender ESPN deutlich: „Wir haben uns gegenüber dem Kongo sehr deutlich ausgedrückt: Sie müssen ihre Blase 21 Tage lang komplett einhalten, bevor sie nach Houston kommen können.“ Die Mannschaft bereitet sich derzeit in Belgien auf das Turnier vor und will ihr WM-Quartier in Houston aufschlagen.
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Die Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo hatte wegen des Ebola-Ausbruchs im Osten des Landes bereits ein geplantes dreitägiges Trainingslager sowie eine Abschiedsveranstaltung mit Fans in der Hauptstadt Kinshasa abgesagt. Wie Teamsprecher Jerry Kalemo der Nachrichtenagentur AP mitteilte, soll die weitere Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft im Ausland stattfinden.
Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt. Für die DR Kongo ist es erst die zweite WM-Teilnahme überhaupt. Das erste Gruppenspiel gegen Portugal ist für den 17. Juni in Houston angesetzt. Weitere Vorrundenspiele trägt das Team in Guadalajara in Mexiko sowie in Atlanta aus.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft die Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der DR Kongo als „sehr hoch“ ein. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte in Genf, das Virus breite sich im Land weiterhin rasch aus. Die Zahl der Verdachtsfälle liegt inzwischen bei mehr als 700.
Verursacht wird die Epidemie durch die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus, die erstmals 2007 nachgewiesen wurde. Gegen diese seltene Variante gibt es weder einen Impfstoff noch eine gezielte Behandlung. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 30 bis 50 Prozent.












