Zwischenbilanz
Rekordkurs? So viele Rote Karten bei der WM wie lange nicht
22.06.2026 – 11:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Der zweite Spieltag der WM-Gruppenphase neigt sich dem Ende entgegen. Auffällig sind viele Rote Karten – auch eine wegen einer Regelneuheit.
Schon nach 40 von 104 Spielen ist die Zahl der Platzverweise bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada bemerkenswert hoch. Acht Spieler mussten bereits vorzeitig vom Feld – und damit schon doppelt so viele wie beim gesamten Turnier 2022 in Katar.
Der jüngste Platzverweis traf Belgiens Nathan Ngoy. Der Abwehrspieler sah beim 0:0 gegen den Iran am späten Sonntagabend nach einer Notbremse die Rote Karte. Auffällig: Bislang wurden alle acht Spieler direkt des Feldes verwiesen. Eine Gelb-Rote Karte gab es bei dieser WM noch nicht.
- Pro und Kontra: Sollte Deniz Undav in die Startelf?
- Im Sechzehntelfinale: Auf diesen Gegner würde Deutschland aktuell treffen
Für Aufsehen hatte bereits das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika gesorgt. Dort mussten gleich drei Spieler vorzeitig in die Kabine. Zudem wurde erstmals eine neue Regel angewendet. Paraguays Miguel Almirón hielt sich bei einer Auseinandersetzung mit Mert Müldür aus der Türkei den Mund zu und wurde dafür bestraft.
Rote Karten zuletzt eher rückläufig
Der WM-Rekord liegt bei 28 Platzverweisen. Aufgestellt wurde er 2006 in Deutschland. Allein bei der sogenannten „Schlacht von Nürnberg“ zwischen Portugal und den Niederlanden wurden vier Spieler mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Insgesamt waren damals neun direkte Rote Karten dabei.

In den vergangenen Turnieren ging die Zahl der Platzverweise zurück. Bei der WM 2010 in Südafrika wurden 17 Spieler vom Feld geschickt, 2014 in Brasilien waren es zehn. In Russland 2018 und in Katar 2022 gab es jeweils nur vier Platzverweise.
Seit der WM 1998 in Frankreich mit 22 Platzverweisen – dem zweithöchsten Wert der Turniergeschichte – wurden allerdings nur 64 Spiele ausgetragen. Beim erweiterten Turnier in Nordamerika kommen 40 weitere Partien hinzu.
Neben Ngoy und Almirón sahen bisher Assim Madibo, Homam Elamin (beide Katar), Cesar Montes (Mexiko), Sphephelo Sithole, Themba Zwane (beide Südafrika) und Tarik Muharemović (Bosnien-Herzegowina) einen Platzverweis.










