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Wohnungssuche und Schufa: Wie wichtig ist der Score wirklich?
Aktualisiert am 20.04.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um den Einfluss der Schufa bei der Wohnungssuche.
Wer in deutschen Großstädten eine Wohnung sucht, braucht oft Geduld, Glück und eine tadellose Bonität. Häufig berichten Wohnungssuchende, dass ihre Bewerbungen trotz solider Einkünfte scheitern, sobald der Blick des Vermieters auf den Schufa-Score fällt. Tatsächlich gilt die Auskunft der Schufa vielen Eigentümern als Maßstab für Zahlungsfähigkeit und Zuverlässigkeit.
Doch wie stark beeinflusst dieser Score wirklich die Chancen auf eine Zusage? Ein t-online-Leser fragt sich nun: „Ist der Schufa-Score tatsächlich das entscheidende Kriterium, ob man eine Wohnung bekommt?“
Die Sorge, dass die Bonität über die Wohnungsvergabe entscheidet, ist weitverbreitet. Laut Schufa greift diese Annahme jedoch zu kurz. Der Score bildet nicht die gesamte Lebensrealität eines Menschen ab. So liegen der Auskunftei keine Informationen zu Einkommen, Vermögen, Beruf, Ausbildung, Familienstand oder Wohnsituation vor – alles Faktoren, die für Vermieter ebenfalls eine Rolle spielen.
Diese Daten fließen folglich auch nicht in das Scoring ein. Der Schufa-Score ist damit nur ein Teil der Gesamtbewertung von Vermietern.
Hinzu kommt: In Schufa-Auskünften für Vermieter wird nach Angaben des Unternehmens gar kein konkreter Scorewert angezeigt. Stattdessen enthält die sogenannte Verbraucherauskunft vor allem Informationen darüber, ob bisherige Zahlungsverpflichtungen zuverlässig erfüllt wurden. Wenn Sie Ihre Rechnungen stets pünktlich bezahlt haben, wird dies lediglich als positive Information ausgewiesen.
Offene Zahlungsstörungen erscheinen laut Schufa erst ab einer Gesamtsumme von 400 Euro. Erledigte Einträge werden zudem nur noch ein Jahr lang angezeigt – und nicht drei Jahre, wie in anderen Auskünften. Das soll einen fairen Ausgleich zwischen Mietern und Vermietern schaffen.
Wichtig für Sie: Vermieter sind nicht verpflichtet, eine Schufa-Auskunft einzuholen. Auch Sie müssen diese nicht zwingend vorlegen. In der Praxis verlangen sie viele Vermieter jedoch und machen den Mietvertrag oft davon abhängig.











