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Home » Wie viele P stecken in „Google“? KI kann nicht buchstabieren
Digital

Wie viele P stecken in „Google“? KI kann nicht buchstabieren

By zeit-heute.deMai 29, 20263 Mins Read
Wie viele P stecken in „Google“? KI kann nicht buchstabieren
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Bekanntes Problem

Google schreibt Google mit zwei P – das steckt dahinter


29.05.2026 – 15:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Fehler in der Google-Suche: Sprachmodelle zerlegen jede Eingabe in sogenannte Token. (Quelle: IMAGO/BODE/imago)

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Wie viele P stecken im Wort „Google“? Die KI des Suchmaschinenanbieters antwortet falsch. Hinter dem Fehler steckt ein Problem von Sprachmodellen.

Die Google-Suche liefert bei einfachen Buchstabierfragen manchmal falsche Antworten. Auf die Frage, wie viele P im Wort „Google“ stecken, nannte die sogenannte KI-Übersicht zwei P – obwohl das Wort kein einziges P enthält. Zuerst berichtete das Technikportal „Techcrunch“ darüber, mehrere Nutzer hatten die Antworten zuvor auf der Plattform X geteilt. In anderen Versuchen war von einem P die Rede.

Der Fehler trat in mehreren Sprachen auf. Auch auf eine deutsche Anfrage lieferte die KI-Übersicht zunächst eine widersprüchliche Erklärung, schreibt etwa das Tech-Portal „Golem“: Ein großes P stehe für den Mitgründer Larry Page, daneben tauchten zwei kleine p auf.

Beim englischen Wort für „Journalismus“ zählte das System zwei D und schrieb es als „journadism“. Beim Nachnamen des US-Präsidenten Donald Trump erkannte die KI zwar korrekt ein P, ordnete die Buchstaben in der Ausgabe aber zu „trpum“ um. Die Antworten fielen unterschiedlich aus, manche Nutzer erhielten auch das richtige Ergebnis.

Sprachmodelle sehen keine Buchstaben

Der Grund liegt in der Funktionsweise solcher Programme. Große Sprachmodelle wie Googles Gemini – die Technik hinter vielen KI-Anwendungen – lesen Texte nicht Buchstabe für Buchstabe wie ein Mensch. Sie zerlegen jede Eingabe in sogenannte Token, also in Wortbausteine, Silben oder einzelne Zeichen, und wandeln diese in Zahlen um. Welche Buchstaben in einem solchen Baustein stecken, weiß das Modell dabei meist nicht.

Matthew Guzdial, KI-Forscher an der University of Alberta, erklärte „Techcrunch“, das System kenne so zwar die Bedeutung eines Wortes, nicht aber dessen genaue Schreibweise. Neu ist die Schwäche nicht. Seit Jahren scheitern Sprachmodelle an der Frage, wie viele R im englischen Wort für Erdbeere, „strawberry“, vorkommen.

Google bessert nach

Google bestätigte das Problem. „Das Zählen innerhalb von Wörtern war für große Sprachmodelle schon immer eine bekannte Herausforderung, und wir arbeiten daran, dieses spezielle Problem zu beheben“, teilte das Unternehmen „Techcrunch“ mit.

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Auf die Frage nach der Anzahl der P im Wort „Google“ antwortet die Suche inzwischen mit der korrekten Zahl null. Schon zuvor hatte Google einen anderen Fehler behoben. Wer nach dem englischen Wort „disregard“ (ignorieren) suchte, erhielt statt einer Definition den Hinweis, das System habe die Eingabe verstanden und warte auf eine neue Frage.

Kritiker bemängeln seit der Umstellung der Suche, dass die KI-Textblöcke klassische Weblinks nach unten drängen. Für einfache Aufgaben wie eine Definition oder eine Rechtschreibprüfung halten viele Nutzer den Einsatz solcher Programme für unnötig aufwendig.

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