
Schlafhormon im Essen
Diese Lebensmittel können vor Übergewicht und Depression schützen
01.02.2026 – 07:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Melatonin gibt es nicht nur in Kapseln. Auch natürliche Lebensmittel enthalten das Schlafhormon in wirksamen Mengen und können so die Gesundheit fördern.
Melatonin, auch bekannt als das „Schlafhormon“, ist nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel weit verbreitet, sondern auch in vielen natürlichen Lebensmitteln enthalten. Eine neue Studie, die kürzlich im „Journal of Human Nutrition and Dietetics“ veröffentlicht wurde, zeigt nun, dass die Aufnahme von Melatonin aus Lebensmitteln nicht nur den Schlaf positiv beeinflussen, sondern auch das Risiko für Übergewicht und Depressionen verringern kann.
Melatonin wird in Tieren und Pflanzen gebildet. Bei Menschen und Tieren ist es vor allem für die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich. Zudem wirkt es antioxidativ, entzündungshemmend und reguliert das Immunsystem.
Trotz dieser vielversprechenden Effekte haben nur wenige Untersuchungen die Melatoninaufnahme über die übliche Ernährung oder deren Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen bei Erwachsenen untersucht.
Die aktuelle Studie der Universität von Viçosa (Brasilien) hat sich genau dies zur Aufgabe gemacht. Dafür untersuchten die Forscherinnen und Forscher 8.320 Probanden und analysierten ihre Ernährungsgewohnheiten im Hinblick auf den Melatoningehalt in Lebensmitteln. Gleichzeitig haben sie Informationen zu Erkrankungen, Körpermaßen und Lebensstil der Probanden gesammelt. Anschließend verglichen die Wissenschaftler den Melatoningehalt in der Ernährung mit den Gesundheitsdaten der Probanden.
Bei Erkrankungen wie Schlafapnoe, Bluthochdruck, dem metabolischen Syndrom, Diabetes und einer Störung der Blutfette zeigte sich jedoch kein statistisch signifikanter Zusammenhang mit der Melatoninaufnahme.
In ihrer Analyse untersuchte das Forschungsteam die Melatoninwerte von 119 Lebensmitteln, welche die Probanden in ihren Ernährungsprotokollen nannten. Dabei fanden sie heraus, dass besonders Kaffee, Linsen, Bohnen und Reis signifikante Quellen dieses natürlichen Hormons darstellen.
Gleichzeitig zeigte sich, dass sich eine höhere Melatoninaufnahme eher bei Menschen zeigt, die sich reich an Ballaststoffen und Kohlenhydraten ernährten und dafür weniger Protein, Cholesterin sowie gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nahmen. Das deutet darauf hin, dass vor allem eine pflanzenbetonte Ernährung die Melatoninaufnahme fördert.
Da sich die Analyse lediglich auf 119 Lebensmittel bezieht, die in der brasilianischen Ernährung häufig vertreten sind, ist nicht auszuschließen, dass auch andere Lebensmittel nennenswerte Mengen des Schlafhormons besitzen. Weitere Forschung ist daher nötig.











