Dass es das Schaltjahr überhaupt gibt, geht auf Julius Cäsar zurück. Er führte nicht nur den Sonnenkalender ein, sondern glich die Differenz, die damals schon bekannt war, mit einem Schaltjahr alle vier Jahre aus – allerdings ohne Ausnahme.
Die Berechnungen fußten auf den Erkenntnissen des griechischen Astronomen Hipparchos, der schon 200 vor Christus die die Dauer berechnete, die die Erde um die Sonne benötigt.
Cäsars vierjähriger Schaltjahr-Turnus führte bei den alten Römern dazu, dass sich der Kalender verschob. Denn alle 128 Jahre wurde ein Schaltjahr zu viel eingeplant, sodass sich im 16. Jahrhundert das Kalenderjahr schon um zehn Tage verschoben hatte. Der kalendarische Frühlingsanfang verschob sich dadurch immer weiter in den Winter, die Kirche hatte Schwierigkeiten die richtigen Termine für ihre Feiertage zu finden.
Papst Gregor XIII. (1502-1585) entschied sich schließlich zu einer Kalenderreform: Er strich die angesammelten zehn Tage und führte die drei Regeln ein, mit der auch heute noch Schaltjahre berechnet werden.
Bis zum Jahr 2096 gibt es alle vier Jahre ein Schaltjahr. Erst 2100 bildet eine Ausnahme, da es zwar durch vier teilbar ist (Regel 1), aber auch durch 100 (Regel 2), allerdings nicht durch 400 (Regel 3). 2100 ist damit kein Schaltjahr.
Bis dahin haben diese Jahre 366 Tage: 2020, 2024, 2028, 2032, 2036, 2040, 2044, 2048, 2052, 2056, 2060, 2064, 2068, 2072, 2076, 2080, 2084, 2088, 2092, 2096.












