Ausbeute geht zürück
Wie sich die Hitze auf die Apfelernte auswirkt
25.08.2026 – 08:09 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach einer überdurchschnittlichen Saison folgt im Alten Land ein schwächeres Jahr. Die Ernte fällt kleiner aus – doch der trockene Sommer hat auch seine gute Seite.
Die professionellen Obstbaubetriebe im Alten Land sehen der Apfelernte trotz der Trockenheit positiv entgegen. Als Ausgleich zum fehlenden Regen haben viele Landwirte ihre Anlagen zur Frostschutzberegnung eingesetzt. „Da, wo Wasser vorhanden ist, wie grundsätzlich an der Elbe zum Beispiel, ist Trockenheit eher kein Problem. Es wird beregnet“, berichtet Matthias Görgens, stellvertretender Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt Jork.
Die Bauern nutzen auch das Süßwasser aus den Flüssen Oste, Schwinge, Lühe und Este. Inzwischen mische sich das Wasser aber mit dem Salzwasser der Nordsee, das in die Elbe fließt. Damit sei die Nutzung eingeschränkt. Wenn es in den nächsten Tagen nicht mehr so heiß werde, müsse aber auch nicht gegen drohenden Sonnenbrand beregnet werden.
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Wo kein Wasser vorhanden sei, werde es den Äpfeln bei Hitze zu warm und das Wachstum der Früchte leide. „Also je nachdem, wie ein Betrieb über Wasser verfügt. Bei uns ist das also kaum ein Problem“, erklärte der Experte. Er sieht sogar einen Vorteil des trockenen Sommers: „Die Sonne bringt Zucker und Zucker guten Geschmack“. Das hätten bereits die frühen Sorten wie Delba Esteval gezeigt.
In vielen Regionen habe es mehr gehagelt, die lädierten Früchte könnten größtenteils nur für Most verwendet werden. Das schränke die Masse der Tafeläpfel der Klasse 1 ein. „Aber die Qualität ist gut“.
Durchschnittliche Ernte-Prognose
Auf eine überdurchschnittliche Saison folgt meistens ein schwächeres Folgejahr. Der Fachbegriff dafür lautet: Alternanz. „Naturgemäß gibt es nach dem guten letzten Jahr nun weniger Äpfel“, sagt Görgens. Statt 350.000 Tonnen wie in der vergangenen Saison schätzt er die Ausbeute jetzt auf 290.000 Tonnen aus den 500 Betrieben zwischen Cuxhaven und Hamburg. Ein Drittel der Äpfel in Deutschland komme aus der Region um die Gemeinde Jork. Das ganze Bundesgebiet komme auf 950.000 Tonnen, in Europa würden 2026 schätzungsweise 9,5 Millionen Tonnen geerntet.
An nur vier Prozent der 23 Millionen Obstbäume im Alten Land hängen Birnen. Nach den frühen Kochbirnen beginne ebenso wie bei den Äpfeln die Ernte um den Monatswechsel. „Das ist ein Baby, was immer weiter Zuspruch findet“, sagt Görgens, „das ist ein Vorteil des Klimawandels“. Aprikosen und Pfirsiche seien ein kleiner Trend, der sich unter einem Prozent bewege.











