
Gesundheitsrisiko
Wer nicht zu viel Matcha trinken sollte
Aktualisiert am 23.11.2025 – 10:16 UhrLesedauer: 3 Min.

Getränke auf Matcha-Basis erobern die Cafés. Doch ist das grüne Teepulver so gesund, wie viele sagen? Wir klären, was genau drinsteckt.
Matcha-Tee, Matcha Latte (mit Milch) oder auch Matcha als Zutat in Smoothies: Mittlerweile werden viele Getränke mit dem grünen Teepulver aus Japan zubereitet. Dieses gilt als Superfood und ist für seine gesundheitlichen Versprechungen bekannt – zu Recht? Lesen Sie in diesem Artikel, was zu den Effekten von Matcha bekannt ist und welche Menge unbedenklich ist. Denn: Zu viel Matcha sollte es besser nicht sein.
Matcha wird aus den Blättern der Grünteepflanze gewonnen, die vor der Ernte mehrere Wochen im Schatten wachsen. Dadurch erhöht sich der Gehalt an Chlorophyll, Aminosäuren und Antioxidantien.
Zu den Hauptinhaltsstoffen von Matcha gehören die sogenannten Catechine, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG), ein starkes Antioxidans, das Entzündungen reduzieren und die Zellgesundheit fördern soll. Daneben enthält Matcha auch L-Theanin, eine Aminosäure, der eine beruhigende Wirkung nachgesagt wird – wissenschaftlich nachgewiesen ist dies jedoch bisher nicht. Hinzu kommen Nährstoffe wie Vitamin C, Selen, Zink, Magnesium sowie Ballaststoffe.
Matchapulver enthält im Vergleich zu anderen Teezubereitungen zudem viel Koffein. Eine Tasse Matcha, hergestellt aus einem Teelöffel Pulver, ergibt im Allgemeinen etwa 70 Milligramm Koffein. Dies ist knapp unter dem Wert von Kaffee, der etwa 80 bis 130 Milligramm Koffein hat.
Bisher gibt es wenige Studien, die die spezifische Wirkung von Matcha im Vergleich zu herkömmlichem Grüntee untersucht haben. Meistens beziehen sie sich auf allgemeine Wirkungen von grünem Tee – ob diese auch auf Matcha übertragbar sind, bleibt unklar.
Einige Studien deuten darauf hin, dass Bestandteile von grünem Tee möglicherweise vor Krebs schützen könnten oder positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System haben. Eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 2023 stellte etwa leichte Blutdrucksenkungen durch langfristigen Konsum von grünem Tee fest. Dies wird auch Matcha nachgesagt. Sicherer belegt ist, dass Antioxidantien wie EGCG die Abwehrkräfte des Körpers stärken.
Auch auf die Gehirnfunktionen soll Matcha einen positiven Einfluss haben. Grund dafür ist die Kombination von Koffein und L-Theanin. Untersuchungen zeigen, dass L-Theanin beruhigend wirkt, während Koffein wach macht. Zusammen könnten diese Inhaltsstoffe zu einer besseren Konzentration und Aufmerksamkeit führen, ohne nervös zu machen. Matcha kann daher eine Alternative zu Kaffee sein.











