Frist für E-Auto-Fahrer läuft ab
Wer jetzt nicht handelt, verliert Hunderte Euro
Aktualisiert am 05.11.2026 – 08:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Klima zu schonen, zahlt sich aus – vor allem für Fahrer eines Elektroautos. Ihnen steht eine hohe Prämie zu. Doch die Anmeldefrist läuft in wenigen Tagen ab.
Millionen Besitzer von Elektroautos können jedes Jahr mehrere Hundert Euro erhalten. Wer die sogenannte THG-Prämie für 2026 in Höhe von bis zu 400 Euro noch erhalten möchte, muss jedoch schnell handeln.
So funktioniert die Prämie
Hinter der Zahlung steckt die sogenannte Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Das Prinzip ist simpel: Wer das Klima belastet, zahlt an denjenigen, der es schont. So fließt Geld von der fossilen Industrie auf die Konten von Elektroautofahrern. Das System läuft in vier Schritten ab:
- Der Gesetzgeber zwingt Konzerne und Importeure, die fossile Kraftstoffe in den Verkehr bringen, den Treibhausgasausstoß ihrer Produkte Jahr für Jahr um einen steigenden Prozentsatz zu mindern.
- Wer diese Vorgaben verfehlt – etwa weil zu wenig Biokraftstoff beigemischt wird –, muss eine hohe Ausgleichsabgabe an den Staat zahlen.
- Wer ein reines Batterieauto fährt, stößt beim Fahren lokal kein CO2 aus. Der Gesetzgeber rechnet diesen Haltern deshalb eine pauschale CO2-Einsparung als Guthaben an.
- Diese rechnerische Ersparnis wird zum digitalen Zertifikat. Spezialisierte Zwischenhändler bündeln diese Rechte und verkaufen sie an die Mineralölkonzerne. Die Firmen bessern damit ihre CO2-Bilanz auf, vermeiden die Ausgleichsabgabe – und die Autofahrer erhalten als Belohnung ihre THG-Prämie.
Die Höhe der Auszahlung hängt vom Fahrzeugtyp ab. Bei Pkw sind 2026 mehrere Hundert Euro möglich, die Spitzenprämie liegt derzeit bei rund 400 Euro. Bei leichten Nutzfahrzeugen liegt die Prämie etwas höher, bei großen Nutzfahrzeugen sind sogar mehrere Tausend Euro möglich. Im April 2026 verlängerte die Bundesregierung das System bis 2040.
Nur reine E-Autos zugelassen
Nicht jedes Elektrofahrzeug ist berechtigt. Grundsätzlich kommen nur rein batterieelektrische Fahrzeuge mit deutscher Zulassung infrage. Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.
Marktübersichten und Quotenvergleiche der Zwischenhändler sind auf großen Verbraucherportalen wie Verivox zu finden. Wer mitmachen möchte, muss sich lediglich bei einem dieser Zwischenhändler registrieren. Das geht online und ist in wenigen Minuten erledigt.
Wichtig: Die Meldung muss bis spätestens 15. November 2026 beim Umweltbundesamt eingegangen sein. Halter sollten sich deshalb schnellstmöglich beim Zwischenhändler anmelden.










