Vorgezogene Eisheilige?
Wetterprognose zeigt radikale Wende
27.04.2026 – 20:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Vorhersage für die ersten Mai-Tage hat sich praktisch um 180 Grad gedreht. Es wird alles wohl ganz anders, als es noch vor wenigen Tagen schien.
Es sei „ein Schwenk, der seinesgleichen sucht“, heißt es in einer im „Merkur“ veröffentlichten Kolumne von Jung. Beide großen Wettermodelle, das der US-Wetterbehörde NOAA und das des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) sind demnach „auf breiter Front auf warm, trocken und sonnig gekippt“.
Wie Jung t-online auf Anfrage schreibt, soll es am 1. Mai in weiten Teilen Deutschlands mehr als 20 Grad warm werden. „Im Westen/Südwesten knapp 25 Grad nachmittags“, erklärt Jung. „Das ist ordentlich.“
Die Wetterwende erläutert Jung so: Eine Lage wie die kommende sei „extrem positionssensitiv“. Nur wenige hundert Kilometer würden über Frühsommer oder Kälteeinbruch entscheiden. Jetzt erst sei klar, dass Deutschland auf der warmen Seite des Hochdrucksystems über Europa liege.
So erklärt das auch der Meteorologe Lars Dahlstrom von Kachelmannwetter in einem aktuellen Video. Das Hoch habe eine gut ausgeprägte Omegastruktur, das heißt, dass es relativ stabil zwischen zwei Tiefdruckgebieten liegt, was auf Wetterkarten an den griechischen Buchstaben Omega erinnert.
„Ein Omegahoch hat immer eine kühle Flanke“, sagt Dahlstrom. Im aktuellen Fall sehen die Prognosen diese immer weiter im Osten Europas – während Deutschland zunehmend unter den Einfluss der warmen Westflanke gerät.
Die Nächte dürften allerdings zunächst noch weiter kalt bleiben. Bevor der 1. Mai tagsüber Wärme bringt, startet der Tag am frühen Morgen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. „Nachts besteht weiterhin Frostgefahr“, schreibt Jung t-online. Erst dann startet die Temperatur-Rakete.










