
„Aus dem Ally Pally herübergeflogen“
Wespe erschreckt DHB-Star bei EM-Spiel
16.01.2026 – 01:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Gegen Österreich feierten die deutschen Handballer zum EM-Auftakt einen glanzlosen Sieg. Aufsehen erregte dabei eine Szene, die sich ausgerechnet in einer Spielpause ereignete.
Renārs Uščins fuhr kurz der Schreck in die Glieder: Im ersten Gruppenspiel der Handball-EM (30:27) waren es jedoch nicht die Gegner aus Österreich, die den 23-Jährigen von Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf kurz erzittern ließen, sondern eine Wespe.
Das Tier hatte sich in einer Auszeit in der ersten Halbzeit plötzlich auf Uščins Trikot niedergelassen und störte die Teamansprache von Bundestrainer Alfreð Gíslason etwas. Uščins musste erst von Teamkollege Juri Knorr auf das Tier aufmerksam machen. „Ich war etwas verwirrt, als Juri plötzlich gesagt hat: Ey, pass auf“, berichtete Uščins nach dem Spiel. „Ich wusste nicht, was abgeht.“ Knorr war es dann auch, der die Wespe behutsam von Uščins Trikot entfernte.
Über die Herkunft des Tieres hatte Uščins eine Theorie: „Die Wespe ist wohl aus dem Ally Pally zu uns herübergeflogen.“ Hintergrund: Schon bei der Darts-WM Anfang Januar im Alexandra Palace (kurz: Ally Pally) in London war mehrfach eine Wespe auf der Bühne umhergeschwebt und hatte die Akteure gestört.
Nun kam es also auch zu einem ähnlichen Zwischenfall bei der Handball-EM in Herning. „Ich hoffe, dass sie uns Glück bringt“, sagte Uščins über den ungebetenen Besucher. Angst vor Wespen habe er eigentlich nicht, „aber da habe ich mich kurz erschrocken“, gab er unumwunden zu.
Der Leistung der Deutschen schadete der Zwischenfall jedenfalls nicht. Die DHB-Auswahl gewann am Ende glanzlos, aber weitestgehend ungefährdet mit 30:27. Uščins selbst steuerte in der zweiten Halbzeit sogar noch vier Treffer zu dem Auftakterfolg bei. Als Nächstes trifft die deutsche Mannschaft in Gruppe A am Samstag auf Serbien. Zum Vorrundenabschluss bekommt sie es am kommenden Montag dann mit Spanien zu tun.










