Schwächere Saison
Weniger Erdbeeren und Spargel in Bayern geerntet
22.07.2026 – 16:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Anbauflächen für Spargel und Erdbeeren in Bayern sind 2026 gewachsen. Trotzdem fällt die erwartete Erntemenge niedriger aus als im Vorjahr.
Die Ernte von Erdbeeren und Spargel fällt in Bayern in diesem Jahr geringer aus als im Vorjahr. Nach vorläufigen Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik liegen die erwarteten Erntemengen bei beiden beliebten Saisonprodukten unter den Werten von 2025. Die endgültigen Zahlen sollen voraussichtlich im Frühjahr 2027 vorliegen.
Bei Spargel rechnen die Betriebe demnach mit einer Erntemenge von rund 20.100 Tonnen. Das entspräche einem Rückgang von etwa 600 Tonnen oder 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz einer größeren Anbaufläche fällt die Menge geringer aus, da der durchschnittliche Ertrag pro Hektar zurückgeht. Dieser liegt 2026 bei rund 5,6 Tonnen Kilogramm je Hektar und damit 11,4 Prozent unter dem Wert von 2025.
Die Spargel-Anbaufläche ist laut dem Bayerischen Landesamts für Statistik dagegen gestiegen. Sie umfasst 2026 rund 4.100 Hektar und liegt damit 5,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Rund 500 Hektar davon entfallen auf junge Anlagen, die noch keinen Ertrag bringen.
Spätfrost und Hitze schwächen die Erdbeerernte in Bayern
Auch die Erdbeerernte bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Saison dauert zwar noch an, nach ersten Schätzungen rechnen die Betriebe in Bayern jedoch mit einer Erntemenge von rund 10.900 Tonnen, heißt es. Das sind etwa 400 Tonnen oder 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr.
Trotz einer größeren ertragsfähigen Fläche fallen die Mengen geringer aus, da die Erträge pro Hektar zurückgehen: Im Freiland werden voraussichtlich 6,4 Tonnen Erdbeeren je Hektar geerntet – 7,0 Prozent weniger als 2025.
Als Grund für die durchwachsene Saison nennt das Landesamt die Witterung. Kalte Frühjahrsnächte mit einzelnen Spätfrösten hätten das Wachstum zunächst gebremst, später hätten Hitze und Trockenheit die Erzeuger belastet.












