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Home » Weltraum: Forscher finden zweiten Merkur
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Weltraum: Forscher finden zweiten Merkur

By zeit-heute.deMai 5, 20262 Mins Read
Weltraum: Forscher finden zweiten Merkur
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Supererde überrascht

Forscher finden zweiten Merkur


Aktualisiert am 05.05.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Merkur (Archivbild): Dieser Planet unseres Sonnensystems ähnelt vermutlich dem Exoplaneten „LHS 3844 b“. (Quelle: NASA / Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory / Carnegie Institution of Washington)

„LHS 3844 b“ ist ein Gesteinsplanet ohne Atmosphäre. Beobachtungen auf seiner Oberfläche zeigen Details, die an einen bekannten Planeten erinnern.

Der ferne Gesteinsplanet „LHS 3844 b“ beherbergt auf seiner Oberfläche eine erstaunlich karge Welt. Das zeigen Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST), an denen auch Forscher des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg beteiligt waren.

„Dank der außerordentlichen Empfindlichkeit des JWST können wir Licht auffangen, das direkt von der Oberfläche dieses fernen Gesteinsplaneten stammt“, teilt Laura Kreidberg vom MPIA mit. Daraus könne ermittelt werden, dass die 48,5 Lichtjahre entfernte Supererde eine dunkle, heiße und karge Gesteinswelt ohne jegliche Atmosphäre besitze. Ähnlich einem bekannten Planeten.

„LHS 3844 b“ ist rund 30 Prozent größer als die Erde. Der Himmelskörper umkreist seinen Stern in nur elf Stunden, wobei er ihm stets dieselbe Seite zuwendet. Auf dieser Tagseite herrschen Temperaturen von rund 725 Grad Celsius.

Die Oberfläche von „LHS 3844 b“ bestehe aus Basalt oder Mantelgestein, vermuten die Wissenschaftler aufgrund ihrer Beobachtungen. Eine silikatreiche Kruste wie auf der Erde könne ausgeschlossen werden.

Auch Spuren von vulkanischen Gasen fanden die Forschenden nicht. Diese Tatsache spreche gegen derzeitige geologische Aktivitäten, heißt es. Stattdessen könne die Oberfläche über lange Zeit unverändert geblieben sein.

Wie das? Zwei Szenarien sind laut der Forscher denkbar: Entweder bestehe die Oberfläche aus relativ jungem, festem Gestein, das durch frühere vulkanische Aktivität entstand. Oder die Kruste sei von einer dunklen Staubschicht bedeckt, die durch sogenannte Weltraumverwitterung entstanden sei, ähnlich wie auf dem Mond oder dem Merkur.

Aufgrund der fehlenden vulkanischen Gase halten die Forscher die letztgenannte Theorie für wahrscheinlicher. Die Auswertung weiterer Beobachtungsdaten des JWST soll nun klären, welche dieser beiden Möglichkeiten zutrifft.

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