Verdauungsorgan unterstützen

Welche Ernährung die Bauchspeicheldrüse entlastet


Aktualisiert am 13.08.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Mann probiert eine Spaghetti: Eine ausgewogene Ernährung kann die Funktion der Bauchspeicheldrüse unterstützen. (Quelle: Ridofranz/getty-images-bilder)

Ohne die Bauchspeicheldrüse ist Verdauung nicht möglich. Wird das Organ krank, drohen schwere Komplikationen. Wie Sie die Bauchspeicheldrüse schützen.

Die Bauchspeicheldrüse ist für die Verdauung unverzichtbar. Zum einen bildet sie Enzyme, welche die Nahrungsbestandteile im Darm spalten. Zum anderen produziert die Bauchspeicheldrüse Hormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren. Eine kranke Bauchspeicheldrüse kann große Probleme bereiten. Eine Ernährungswissenschaftlerin verrät, wie Sie das Organ entlasten können.

Die Bauchspeicheldrüse reguliert den Blutzucker

Die Bauchspeicheldrüse, medizinisch Pankreas genannt, liegt quer hinter dem Magen. Sie ist etwa 18 Zentimeter lang und etwa 100 Gramm schwer. Das unverzichtbare Organ reguliert den Blutzucker, indem es wichtige Hormone bildet. Das wohl bekannteste Hormon ist Insulin. Insulin sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Bedeutende Glykogenspeicher sind die Muskulatur und die Leber.

Ohne Bauchspeicheldrüse keine Verdauung

Außerdem gibt die Bauchspeicheldrüse täglich bis zu zwei Liter Verdauungssekret mit über 20 verschiedenen Verdauungsenzymen in den Dünndarm ab. Lipasen beispielsweise spalten Fette, Amylasen zersetzen Kohlenhydrate und Proteasen werden für die Eiweißverdauung benötigt. Nur wenn Nahrungsbestandteile ausreichend aufgespalten werden, kann der Körper mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt werden.

„Ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse gestört, können nicht nur erhöhte Blutzuckerwerte und in Folge ein Diabetes auftreten. Es kann, beispielsweise bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, zu erheblichen Verdauungsbeschwerden mit Durchfall, Bauchkrämpfen und Blähungen kommen“, sagt Diplom-Oecotrophologin Brigitte Neumann aus Uttenreuth.

Zur Person

Brigitte Neumann ist Diplom-Ökotrophologin aus Uttenreuth. Die freiberufliche Ernährungswissenschaftlerin ist in der Erwachsenenbildung tätig. Sie hält unter anderem Vorträge in Schulen und Firmen und arbeitet mit Verbänden, Institutionen, Krankenkassen und Ärzten zusammen.

Wie die Bauchspeicheldrüse entlasten?

Ein gesunder Lebensstil kann die Funktion der Bauchspeicheldrüse wie auch die Arbeit von Magen, Darm, Leber und Gallenblase unterstützen. Regelmäßige Bewegung und eine vollwertige Ernährung unterstützen:

  • ein normales Körpergewicht
  • normale Blutzuckerwerte
  • normale Blutfettwerte
  • normale Blutdruckwerte.

Ein bedeutender Teil einer gesunden Ernährung sind frische und möglichst unverarbeitete Lebensmittel. „Vermeiden Sie jede Einseitigkeit beim Essen und genießen Sie eine ‚ganz normale Mischkost‘ mit möglichst gesunden Lebensmitteln. Das hilft auch, den Blutzucker relativ konstant zu halten“, sagt Neumann. „Generell sollten Sie eher zuckerarm und fettreduziert essen, um die Bauchspeicheldrüse nicht zu sehr zu belasten.“

Verträgliche Fette wählen

Die Ernährungswissenschaftlerin rät, auf eine gut verträgliche Fettzufuhr zu achten, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten. Denn zu viel von jeglichem Fett ist für die Bauchspeicheldrüse eine Herausforderung. Pflanzliche Fette, wie Olivenöl, oder Öl aus Nüssen und Samen, beispielsweise Walnussöl und Leinöl, sind zwar reich an ungesättigten Fettsäuren, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Doch gleichzeitig sind sie recht schwer verdaulich. Letzteres gilt auch für Fett aus Rind und Schwein. Milchfette hingegen sind laut der Expertin für die Verdauung meist weniger belastend.

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